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BUND Landesverband Brandenburg

Moor oder Sumpf - Studierende mit BUND Brandenburg im Kesselmoor

09. November 2017 | Alleskönner Moor

Ist ein Sumpf ein Moor? Was bringen mir Moore? Wie kann ich sie schützen?

 (Foto: Maria Michaelys)

Diesen und weiteren Fragen gingen wir am Donnerstag, den 09. November 2017 mit Studierende der Universität Potsdam auf den Grund. Gemeinsam mit uns ging es auf den Schwingrasen des Kesselmoores Teufelsfenn bei Seddin.

Das Teufelsfenn ist ein typisches Kesselmoor mit einem zentralen Kolk - einer offenen Wasserfläche. Durch die Untersuchung von Lukas Landgraf (2005) kann davon ausgegangen werden, dass das Teufelsfenn seinen Ursprung vor ca. 13.000 bis 11.800 Jahre BP als See hatte. Nach und nach verlandete der See, in dem sich organisches Material am Grund absetzte und Pflanzendecken von den Rändern aus in den See hineinwuchsen. Mittlerweile ist das Moor - bis auf eine kleine Wasserfläche - komplett zugewachsen und wir konnten auf ca. 12,5 m Pflanzenmaterial bzw. Torf gehen. Es ist immer wieder beeindruckend wie nass und schwankend der Untergrund ist und trotzdem so stabil bleibt.

Diese Moorexkursion ist Teil von Alleskönner Moor, welches aus ELER- und Landesmitteln finanziert wird. Weitere Moorexkursionen sind bis Ende 2019 geplant.

Warum sind Moore gefährdet?

Moore sind die einzigen Biotope, in denen Torf gebildet wird. Torf besteht hauptsächlichaus abgestorbenem und humifiziertem Pflanzenmaterial. Eine solche Auflage kommt dadurch zustande, wenn durch den Sauerstoffmangel, der mit der hohen Wassersättigung einhergeht, die Reste abgestorbener Pflanzen und Tiere nicht vollständig abgebaut werden können. Der Torf akkumuliert sich über die Jahrtausende hinweg. Bis heute wird in weiten Teilen Europas Torf abgebaut und als Brennstoff in Heizkraftwerken oder in unseren Gärten als reichhaltige Blumenerde genutzt. Um allerdings Torf abbauen zu können, muss ersteinmal entwässert werden. Die Entwässerung birgt die größten Gefahren für Moore, da die Moore sterben und die Ökosystemleistungen entfallen. In Deutschland sind die Moore durch die Entwässerung bereits stark zurückgegangen.

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