Welttag des Bodens: Gesunde Waldböden für stabile Wälder

04. Dezember 2023 | Alleskönner Moor, Bäume, Boden, Klimawandel, Nachhaltigkeit, Wälder, Wasser

Funktionsfähige Waldböden sind eine wesentliche Voraussetzung für stabile Waldökosysteme und für eine nachhaltige, naturnahe Waldbewirtschaftung. Zum Weltag des Bodens am 5. Dezember fordert der BUND Brandenburg die Funktionsfähigkeit der Waldböden dringend wiederherzustellen, damit Wälder auch in Zukunft ihre wichtige Rolle für Mensch, Natur und Klima erfüllen können.

Kiefernforst, im Unterwuchs wachsen Laubbäume nach

Boden des Jahres ist 2024 der Waldboden. Es ist kein Zufall, dass der Waldboden damit stärker ins Bewusstsein gerückt wird. Die Wälder Deutschlands leiden seit Jahren unter den Folgen der Klimakrise. Immer häufiger setzen Trockenheit, Hitze und Stürme den Wäldern zu. Auch Brandenburg ist betroffen. Gegenwärtig sind in der Mark nur noch acht Prozent der Waldbäume ohne Schäden. Die 735.000 Hektar Kiefern-Monokultur produzieren nährstoffarme Waldböden. Die Nadeln verbreiten ein saures Umfeld, wodurch die dicke Nadelstreu in den Kiefernforsten nicht zersetzt werden kann. Standortsgerechte Mischbestände tragen hingegen zur nachhaltigen Sicherung der Bodenfruchtbarkeit bei. Unter Laubholzbestockung stellt sich hingegen eine günstigere Humusform und eine bessere Basenausstattung als unter Kiefer ein. 

Der Wald muss sich in Zukunft neben seinen vielfältigen Aufgaben auch den großen Herausforderungen des Klimawandels wie höheren Temperaturen, feuchteren Wintern und trockeneren Sommern stellen. 

Dazu muss vom Waldboden her gedacht werden. Nur in gesunden Waldböden können die Bäume gut wurzeln, sich ausreichend mit Wasser und Nährstoffen versorgen. „Gesunde Böden sind die Grundlage für anpassungsfähige Wälder und damit einer nachhaltigen und naturnahen Waldwirtschaft!“, so Carsten Preuß, Vorsitzender des BUND Brandenburg.

Ein humusreicher, lockerer Boden bietet durch eine bessere Durchlüftung nicht nur den Pilzen, Kleintieren und Pflanzen ideale Lebensbedingungen, sondern bleibt auch länger feucht und macht den Wald so klimaresilienter.

„Damit der Waldboden in Brandenburg diese Funktionen wieder erfüllen kann, muss der naturnahe Waldumbau zügiger vorangebracht werden als es derzeit der Fall ist“, so Preuß weiter.

Waldbau auf ökologischer Grundlage muss das forst- und umweltpolitische Ziel sein. Daraus ergeben sich als zentrale Aufgaben der Umbau von reinen Nadelholzbeständen in mehrschichtige Mischbestände sowie der Erhalt bzw. Aufbau von stabilen, naturnahen Bestandesstrukturen auf standörtlicher Grundlage.

Weitere Informationen im Hintergrundpapier.

Für Rückfragen:

Carsten Preuß, Vorsitzender des BUND Brandenburg, Tel.: 0177-8224731, carsten.preuss(at)bund.net

Axel Kruschat, Geschäftsfüher, Tel.: 0179-5911698, axel.kruschat(at)bund.net

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