Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren. 

OK
BUND Landesverband Brandenburg

Brennende Mülldeponie in Polen: Warum dauerte Luftschadstoffmessung so lange?

05. April 2017 | Umweltgifte

Bezüglich des wochenlangen Schwelbrandes auf einer Mülldeponie im polnischen Brozek nahe der Grenze zu Forst kritisiert der BUND Brandenburg die späte Messung der Luftschadstoffe.

 (Thomas Burchardt)

Bezüglich des wochenlangen Schwelbrandes auf einer Mülldeponie im polnischen Brozek nahe der Grenze zu Forst kritisiert der BUND Brandenburg die späte Messung der Luftschadstoffe sowie die offenbar fehlende Messtechnik bei den brandenburgischen Behörden und fordert in einem Schreiben an das Landesumweltamt eine Klärung der offenen Fragen.

"Auch wenn die Landesregierung mittlerweile die polnischen Behörden zum Eingreifen aufgefordert hat und erste Schritte zur Einschätzung der Gefährlichkeit unternommen hat, bleiben noch einige Fragen offen: Etwa warum das Landesumweltamt über keine eigene Messtechnik verfügt, sondern auf die Hilfe von ausgerechnet der BASF angewiesen ist. Zu kritisieren ist auch, dass anscheinend erst nach sechs Wochen nach Ausbruch des Feuers Messergebnisse vorlagen. Dass der Qualm nicht völlig unschädlich sein würde, war zu erwarten, denn bei brennendem Plastik ist die Entstehung von Dioxin relativ vorhersehbar", meint Carsten Preuß, Vorstandsvorsitzender des BUND Brandenburg.

Weiterhin sollte die Bundesregierung die polnische Regierung auffordern, zu klären, wie es dazu kommen konnte, dass offenbar keine Informationen über die Art des auf der Deponie gelagerten Abfalls vorliegen oder dass diese nicht mitgeteilt werden. So wäre auch interessant, ob Firmen aus Deutschland die Deponie als günstige Entsorgungsmöglichkeit nutzten. Grundsätzlich müsse darauf hingearbeitet werden, das grenzübergreifende Krisenmanagement in Zukunft zu verbessern.

In einem Schreiben an das Landesumweltamt bittet der BUND Brandenburg nun um Beantwortung der offen gebliebenen Fragen.

Auch wenn die Brandstelle mittlerweile anscheinend abgedeckt ist, mahnt der BUND Brandenburg weiter zur Achtsamkeit. "Die Abdeckung der Brandstelle ist keine Lösung auf Dauer. Die Brandlast ist noch nicht beseitigt; unter der Abdeckschicht schwelt es weiter. Dadurch kann die Deckschicht einbrechen, so dass der Brand erneut entfacht wird. Eine ständige Kontrolle ist jetzt nötig“, so Carsten Preuß weiter.  

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb