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BUND Landesverband Brandenburg

Abschaltung vom ersten Block in Jänschwalde: Kohleausstieg ohne Landesregierung

30. September 2018

 (Michaela Kruse/BUND Brandenburg)

Der Landesverband Brandenburg des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) zeigt sich erleichtert über die heutige Überführung des ersten Blockes des Braunkohlekraftwerkes in Jänschwalde in die sogenannte Sicherheitsreserve. Immerhin werden nun pro Jahr ca. 4 Millionen Tonnen CO2 weniger ausgestoßen. Dies reiche für den Klimaschutz jedoch bei weitem nicht aus – die restlichen Blöcke müssten zeitnah folgen.

„Heute zeigt sich vor allem eines: Der Kohleausstieg kommt. Und er liegt schon lange nicht mehr nur in der Hand der rot-roten Landesregierung. Die Stilllegung zweier Blöcke in Jänschwalde wurde von der Bundesregierung beschlossen, nun soll die Kohlekommission festlegen, bis wann der Rest abgeschaltet wird. Die EU hat zudem neue Luftschadstoffgrenzwerte festgelegt, welche ab 2021 gelten und welche die alten Kraftwerksblöcke nicht einhalten können. Die Landesregierung kann zwar immer noch – wie im kürzlich beschlossenen Maßnahmenkatalog zur Energiestrategie 2030 – die Braunkohleverstromung bis 2050 propagieren - in der Hand hat sie diese Entscheidung schon lange nicht mehr“, sagte Franziska Sperfeld, stellvertretende Landesvorsitzende des BUND Brandenburg.

Darüber hinaus erinnerte Sperfeld daran, dass die Abschaltung der beiden Blöcke des Kraftwerkes Jänschwalde dieses und nächstes Jahr im Braunkohlenplan des neuen Tagebaus Welzow-Süd II vom Jahr 2014 nicht berücksichtigt sind. „Da auch Kohle aus dem Tagebau Welzow-Süd im Kraftwerk Jänschwalde verbrannt wird, ist es relevant, wie lange die einzelnen Blöcke laufen. Der Braunkohlenplan muss daher so überarbeitet werden, dass darin die Nutzung der Kohle in Welzow-Süd II ausgeschlossen wird. Einen Bedarf für den neuen Tagebau zu begründen ist jetzt erst recht nicht mehr möglich.“ Für den Tagebau Welzow-Süd II sollen rund 800 Menschen aus Proschim und einem Teil der Stadt Welzow umgesiedelt werden. Der Bergbaubetreiber LEAG will bis 2020 eine Entscheidung treffen, die Landesregierung hält am Unterfangen fest.

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