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BUND Landesverband Brandenburg

BUND spricht sich für Erhalt der Alleebäume zwischen Werder und Phöben aus

27. Juli 2018 | Alleen, Bäume, Naturschutz

Der BUND Brandenburg hat sich gegen die geplante Fällung von Alleebäumen an der L90 zwischen Werder (Havel) und Phöben ausgesprochen.

Die Planung des Landesbetriebes Straßenwesen sieht die Fällung von 81 Alleebäumen vor, nur 32 Bäume sollen erhalten bleiben. Da die Straße im Landschaftsschutzgebiet „Potsdamer Wald- und Havelseengebiet“ liegt, ist eine Befreiung von den Verboten im Landschaftsschutzgebiet erforderlich. Für diese Genehmigung ist der Landkreis Potsdam-Mittelmark als Untere Naturschutzbehörde zuständig. Bei dieser hat der BUND Brandenburg als Teil des Landesbüros anerkannter Naturschutzverbände jetzt Einwendung eingelegt.

Die Fällungen sollen im Winter erfolgen, der Straßenausbau ist für 2019 geplant. Nach Meinung des BUND können die Bäume erhalten werden, zumal bereits ein ausgebauter Radweg besteht. Axel Heinzel-Berndt, Naturschutzreferent des BUND Brandenburg: „Es handelt sich um Spitzahornbäume, die noch vollkommen vital sind. Bei entsprechenden Baumschutzmaßnahmen während der Bauarbeiten können die Alleebäume die Straßenbauarbeiten problemlos überstehen.

Der BUND verweist darauf, dass in den Bäumen verschiedene Vogelarten, wie Stieglitz, Elster, Grünfink, Kohlmeise, Gartenbaumläufer und Ringeltaube brüten. Außerdem fehle die Genehmigung des Landesbetriebes Forst für die Straßensanierung.

Der betroffene Teilabschnitt der Landesstraße L 90 liegt zwischen dem Kreisverkehr Elsastraße und der Anschlussstelle Phöben der A 10. Da ein Teil dieses Bauabschnittes zur Ortsdurchfahrt Werder (Havel) gehört, hatte sich am 28. Juni auch die Stadtverordnetenversammlung von Werder (Havel) mit der Planung beschäftigt.

Bereits im Jahr 2014 war die L 90 im Bereich der Eisenbahnstraße in Werder ausgebaut worden. Damals hatte es Proteste einer Bürgerinitiative gegen die Fällung von Linden in diesem Bereich gegeben. 

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