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BUND Landesverband Brandenburg

Weltwassertag: Auen erhöhen die Wasserqualität natürlich für uns alle

21. März 2018 | Flüsse & Gewässer, Oderausbau, Naturschutz

Das renaturierte "Rudower Fließ" im Stadtteil Rudow in Berlin.  (Sascha Maier/BUND Brandenburg)

Der BUND Brandenburg fordert anlässlich des morgigen unter dem Motto "Natur für Wasser" stehenden Weltwassertages, die Gewässer und Auen wieder in einen naturnahen Zustand zu versetzen. Jedes Jahr gelangen durch Braunkohletagebau, Industrie und Landwirtschaft große Mengen an Schad- und Nährstoffen in unsere Gewässer. So belasten zum Beispiel die überschüssigen Nährstoffe Nitrat und Phosphat, die vorwiegend aus landwirtschaftlicher Düngung stammen, Grund- und Trinkwasser. Naturnahe Auen helfen, Stoffeinträge in die Gewässer zu verringern und damit die Qualität des Wassers zu erhöhen.

Laut BUND-Landesvorstand Sascha Maier müssen existierende natürliche Lösungen, sogenannte "Nature-based solutions", unterstützt und weiter ausgedehnt werden:  "Brandenburg hat mit seinen Auen einen Schatz, der gehütet und vermehrt werden muss. Denn die Auen tragen mit ihrer Flächenfilterfunktion wesentlich zu einer verbesserten Wasserqualität bei. So dient etwa Deutschlands einziger Auen-Nationalpark im Unteren Odertal gesetzlich auch der Erhaltung und Regeneration eines naturnahen Wasserregimes und des natürlichen Selbstreinigungspotenzials des Oderstromes und der Aue."

Diese Dienstleistungen der Natur für unser Wasser müssen in den kommenden Jahren vor Gefährdungen geschützt und vom Land Brandenburg erheblich stärker als bisher gefördert werden. Die Möglichkeiten der Umsetzung sind vielfältig und reichen vom Rückbau von Deichen, Uferdeckwerken und Querbauwerken über die Wiederansiedlung von Auwäldern bis hin zur Renaturierung ganzer Flusslandschaften. Dabei werden auch die Kosten für die Bürgerinnen und Bürger im Auge behalten. Denn diese Maßnahmen dienen nicht nur dem Natur- und Hochwasserschutz. Sie helfen auch, das essentielle Lebensmittel Trinkwasser zu sichern.

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