BUND Landesverband Brandenburg

BUND Brandenburg fordert mehr Tempo beim Waldumbau

26. Oktober 2020 | Wälder, Nachhaltigkeit, Lebensräume, Bäume

Der BUND Brandenburg erwartet von der heute in Götz bei Groß Kreutz stattfindenden Waldkonferenz eine klare Ausrichtung der Forstpolitik auf den Klimaschutz.

Der BUND Brandenburg fordert dazu das Tempo bei der Umwandlung der Kiefernmonokulturen in naturnahe Mischwälder deutlich zu erhöhen. Das Potenzial für den Waldumbau unter Berücksichtigung der verschiedenen Waldfunktionen umfasst in Brandenburg eine Waldfläche von über 500.000 ha. BUND-Landesvorsitzender Carsten  Preuß: „Pro Jahr werden in Brandenburg derzeit etwa 1.500 Hektar Kiefernwald in Landesbesitz sowie 640 Hektar Privat- und Körperschaftswald in Mischwald umgewandelt. Bei dieser Geschwindigkeit bräuchten wir noch 234 Jahre bis der Brandenburger Wald umgebaut ist.“

Beim Waldumbau setzt sich der BUND Brandenburg für eine selbstregulierende Waldentwicklung ein. Ziel müssen baumarten- und strukturreiche Waldgesellschaften sein, die möglichst viele Entwicklungspfade für die Zukunft offenhalten. Vielfalt und Heterogenität steigern die Anpassungsfähigkeit an den Klimawandel.

Preuß: „Der eng gepflanzte Plantagenwald aus Kiefern hat erst zu den aktuellen Waldbrand- und Schädlingsproblemen geführt. Es waren nicht die standortgerechten und stabilen Mischbestände die großflächig gebrannt haben und sie waren es auch nicht, in denen großflächig Schadkalamitäten auftraten. Es waren die Kiefernforsten. Solche Situationen wie 2018 und 2019 werden auf Grund des Klimawandels vermehrt auf uns zu kommen. Das Anpassungspotenzial von Monokulturen an neue Bedingungen ist gegenüber Mischkulturen deutlich geringer.“

In diesem Jahr hat der BUND neun Forderungen zur Waldwende in der Klimakrise erhoben: https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/waelder/waelder_waldwende_statt_waldsterben.pdf

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