Wasserspaziergänge als Informations- und Beteiligungsinstrument
Wasserspaziergang um den Caputher See, Landkreis Potsdam-Mittelmark (Foto: A. Sachs)
Akzeptanz für Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen vor Ort entsteht, wenn Bürger:innen die Folgen des Klimawandels vor Ort erkennen, verstehen und selbst an der Entwicklung von Maßnahmen mitwirken.
Hintergrund: Seit Jahren beobachten Wissenschaftler:innen sinkende Grundwasserspiegel. Durch die wiederkehrenden Trockenperioden der vergangenen Jahre ist dieser Trend nun für alle sichtbar geworden: sinkende Pegel vieler Seen Seenreport, Niedrigwasserstände in Fließgewässern, trockenfallende Kleingewässer, austrocknende Feucht- u. Moorgebiete & trockene Böden spiegeln den Rückgang des in der Landschaft gespeicherten Wassers wider.
einstiger Wasserstand im Moor bei Petzow, Landkreis Potsdam-Mittelmark (Foto: A. Sachs)
Die Umsetzung von Maßnahmen zur Verbesserung des lokalen Wasserrückhaltes und der Klimaanpassung bedürfen einer breiten Akzeptanz und aktiven Unterstützung durch die ortsansässige Bevölkerung. Diese setzt eine gegenseitige Information und Beteiligung verschiedener Akteure voraus. Ein geeignetes Format dafür sind Landschaftsspaziergänge zum Thema Wasser & Boden, zu denen sich Akteure aus Planung & Wissenschaft, Kommunalverwaltung und -politik, ehrenamtlich Aktive Moorpat:innen und lokale Bürgerschaft versammeln. Alle Beteiligte bringen ihre Kenntnisse, Sichtweisen sowie lokales und historisches Wissen ein. Auf Basis dieses gemeinsam geschaffenen "Crowd"-Wissens werden die Beteiligten in die Lage versetzt, projektbezogen Lösungsansätze und Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen. Dies gelingt mit einer Landnutzung, die zur regionalen Wertschöpfung beiträgt, die Ressourcen Boden und Wasser nachhaltig bewirtschaftet sowie den Biodiversitäts- und Klimaschutz fördert.
Es gibt bereits erste Erfahrungen mit Wasserspaziergängen in den Landkreisen Potsdam-Mittelmark und in der Uckermark. Das Ziel ist es, Wasserspaziergänge als lokales und regionales Beteiligungsformat in Brandenburg zu verankern.
Ansprechpartnerin ist Antje Sachs