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BUND Landesverband Brandenburg

Unfassbare Diffamierung - Landrat diskreditiert Naturschützer

03. April 2017 | Naturschutz, Wolf

Erneut hat der Landrat von Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt, Menschen, die sich für Natur- und Artenschutz einsetzen mit der fremdenfeindlichen Bewegung Pegida gleichgesetzt.

Erneut hat der Landrat von Märkisch-Oderland, Gernot Schmidt, Menschen, die sich für Natur- und Artenschutz einsetzen mit der fremdenfeindlichen Bewegung Pegida gleichgesetzt. Auf einer sogenannten Wolfswache am letzten Freitag erklärte er gegenüber dem rbb-Fernsehen, der ländliche Raum dürfe nicht die Spielwiese von Öko-Pegida sein.

Dazu erklären die Landesvorsitzenden des NABU, Friedhelm Schmitz-Jersch, und des BUND, Carsten Preuß:

„Diese bewusste Provokation ist eine unfassbare Diffamierung und zugleich eine groteske Verdrehung. Die Äußerung von Landrat Schmidt hat selbst Pegida-Niveau. Pegida will die Aufnahme von Flüchtlingen und Migranten verhindern, die Aktivitäten von Wolfsgegnern, wie Landrat Schmidt, richten sich gegen die Rückkehr des Wolfs nach Brandenburg. Leute wie der Landrat versuchen mit den insgesamt zehn sogenannten Wolfswachen, den Volkszorn gegen den Wolf zu organisieren. Dies ist populistisches und hetzerisches Niveau. Dieses Vorgehen ist umso unverständlicher, weil alle Verbände, Nutzer- wie Umweltverbände, gemeinsam mit dem Ministerium an einer Überarbeitung des Wolfs-Managementplanes arbeiten. Der bestehende Wolfmanagementplan ist 2012 von allen Verbänden gemeinsam beschlossen worden und stellt eine gute Grundlage dar, die es umzusetzen und konstruktiv weiterzuentwickeln gilt. Das nächste Wolfsplenum ist für den 26. April 2017 vorgesehen. Es stehen ausreichend Fördermittel für Prävention und Schadensausgleich zur Verfügung, die Einstellung von zwei Wolfs- und Herdenschutz-beauftragten und der Erlass einer Wolfsverordnung ist vorgesehen. Es ist unbegreiflich, dass einige Funktionäre bewusst eine derartige Stimmungsmache gegen den Wolf betreiben und damit die Gespräche für einen vernünftigen Umgang mit dem Wolf belasten.“

Zum Hintergrund: In rbb-aktuell vom 01.4.2017 erklärte Landrat Gernot Schmidt: „Ländliche Räume dürfen nicht die Spielwiese von Öko-Pegida sein. Ich benutze dieses Wort auch bewusst. Ich sage mal, Medien, Politik, Presse - wir werden alle von extremen Gruppen in die Zange genommen, die uns erklären wollen, wie wir zu leben haben“ 

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