BUND Landesverband Brandenburg

Umweltschützerinnen und Umweltschützer äußern Bedenken zum Bebauungsplan in Krampnitz

24. Juli 2020 | Bäume, Energiewende, Klimawandel, Lebensräume, Mobilität, Wälder, Vögel und Fledermäuse

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und andere Naturschutzverbände haben sich kritisch zu einem Bebauungsplanentwurf für den Entwicklungsbereich Krampnitz geäußert.

Bedenken zum Bebauungsplan in Krampnitz.  (BUND Brandenburg)

Vor wenigen Tagen endete in Potsdam die Beteiligung der Öffentlichkeit an der Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 141-3 „Klinkerhöfe – Nord“. Das 11,3 ha große Plangebiet liegt nach 60 Jahren militärischer Nutzung seit 1991 brach. In der Stellungnahme der Naturschutzverbände wird vor einem Verlust von Fledermausquartieren und von Lebensräumen bedrohter Vogelarten gewarnt. Der BUND Brandenburg kritisiert, dass bei der Schaffung eines Wohngebietes für 3 600, später 10 000 Einwohner umfangreiche Eingriffe in den Gehölzbestand geplant sind. Teilweise handelt es sich um Wald, der unter das Landeswaldgesetz fällt. Probleme sehen die Verbandsvertreterinnen und -vertreter auch darin, dass der Landesentwicklungsplan für die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg eine Konzentration der Bebauung in einem Siedlungsstern fordert, während die Achsenzwischenräume, zu denen der Regionalpark Döberitzer Heide gehört, von Bebauung frei bleiben sollen. Durch die Ausweisung der Wohngebiete ist mit einem erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen, dem die Nedlitzer Insel und der Knotenpunkt Potsdamer Chaussee / Ritterfelddamm nicht gewachsen sind.  Die Stellvertretende BUND-Landesgeschäftsführerin Michaela Kruse ergänzt: „Das Ziel eines CO2-neutralen Quartiers ist positiv zu bewerten, dann darf aber auch kein Blockheizkraftwerk mit fossilen Energieträgern vorgesehen werden.“ Da die Stadtverordnetenversammlung bereits vor einem Jahr den Klimanotstand ausgerufen hat, ruft der BUND Brandenburg das Kommunalparlament auf, den Bebauungsplanentwurf in der vorgelegten Form nicht zu verabschieden.

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