BUND Landesverband Brandenburg

BUND-Radfernfahrt "Deutsche Alleenstraße" macht Zwischenstopp in Brandenburg an der Havel - Eine Aktion für den bundesweiten Alleenschutz

18. Juni 2021 | Alleen, Bäume

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Mecklenburg-Vorpommern startete am 1. Juni 2021 in Dangast/Varel an der Nordsee eine etwa 2.300 km weite Fahrradtour entlang der Deutschen Alleenstraße. Ziel der Radfernfahrt ist am 21. Juni 2021 Sellin auf Rügen. Am 18. Juni wird das Team in Brandenburg an der Havel Oberbürgermeister Steffen Scheller vor dem Rathaus empfangen

Mit einer rund 2.300 Kilometer langen Fahrradtour entlang der "Deutschen Alleenstraße" wollen die Radler*innen auf den notwendigen Schutz der Alleen aufmerksam machen  (BUND Mecklenburg-Vorpommern)

„In 10 Bundeländern und 19 Zieleinläufen werden wir Botschafter für den Schutz und das Pflanzen von Alleen sein“, sagt Katharina Dujesiefken, Expertin für Alleenschutz beim BUND Mecklenburg-Vorpommern.

„Mit der Radfernfahrt entlang dieser Kulturstraße sehen wir eine große Chance, auf den unschätzbaren Wert der Alleen als Natur- und Kulturerbe und auch als touristische Attraktion hinzuweisen und bei Behörden und Politik mehr Engagement für deren Schutz und für Neuanpflanzungen zu werben“, sagt Katharina Dujesiefken.

Heute wird im Landtag auch über einen Antrag der der Fraktion DIE LINKE zu: „Alleen in Brandenburg für zukünftige Generationen sichern und entwickeln“ beraten. Darin heißt es, dass die Alleenkonzeption des Landes unter Beteiligung der Wissenschaft und von Verkehrs- und Umweltverbänden grundlegend zu überarbeiten ist. Ziel muss sein, den Gesamtbestand an Alleen nicht weiter sinken zu lassen und mittelfristig wieder auf den Bestand von 2006 (der Grundlage für die bisherige Alleenkonzeption für Bundes- und Landesstraßen) zurückzuführen. Die Alleenkonzeption soll Straßen aller Baulastträger (Bund, Land, Kreise, Gemeinden) umfassen. Eine regelmäßige Alleenstatistik soll für alle Straßenkatego[1]rien eingeführt werden.

Die Mitglieder der Radfernfahrt wünschen sich sehr, dass der Antrag angenommen und umgesetzt wird.

Die „Deutschen Alleenstraße“ hat eine Länge von 2900 km und ist somit Deutschlands längste Ferienstraße. Zum Schutz des einzigartigen Kulturgutes „Allee“ gründeten sich im Jahre 1992 die „Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße“, initiiert durch den ADAC, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V. (SDW) und viele weitere Verbände. Im Jahre 1993 wurde das erste Teilstück von Sellin bis nach Rheinsberg in Brandenburg eingeweiht. Mit der „Deutschen Alleenstraße“ wurde und wird bundesweit ein deutliches Bekenntnis für den Erhalt der Alleen gesetzt. 

Diese Tour wäre ohne unsere begeisterten Radsportler aus ganz Deutschland, darunter Radsportler des Radsportvereins „Tour d' Allée“ von der Insel Rügen, des Radsportvereins „Team Pfälzer Land“ und Radsportler vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) nicht möglich. Sie haben dieser Idee die Treue gehalten, denn die Radfernfahrt sollte eigentlich schon 2020 stattfinden.

„Ein richtig großes Projekt“, sagt Herbert Trilk, Vorsitzender des Radsportvereins. „Aber unser Name ist uns Verpflichtung. Wir möchten allen die Schönheit der grünen Tunnel zeigen und daran erinnern, dass es unsere Aufgabe ist, diese Alleen zu erhalten. Zu viel wurde auch auf unserer schönen Insel schon gefällt, die Lücken werden immer größer!“, so Herbert Trilk.

Während der Tour wird ein Streckentagebuch erstellt und es wird mit aktuellem Bild- und Filmmaterial von der Tour im Internet berichtet.

„Möglich wurde die Durchführung dieses Projektes durch die Förderung innerhalb unseres LIFE Projektes ‚Trees for Europe’s green infrastructure‘, eine großzügige Förderung durch die Deutsche Postcode Lotterie und viele weitere finanzielle Unterstützer und Helfer vor Ort. Dafür sind wir sehr dankbar“, so K. Dujesiefken. Petra Rottmann, Head of Charities bei der Deutschen Postcode Lotterie: „Wir freuen uns sehr, dass wir dank des Engagements unserer Teilnehmer dieses wunderbare Projekt unterstützen können. Für die Umsetzung wünschen wir alles Gute und viel Erfolg.“

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