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BUND Landesverband Brandenburg

BUND fordert Baustopp in Finow-Süd

26. Mai 2019 | Lebensräume, Naturschutz

Der Landesverband Brandenburg des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat sich kritisch zum geplanten Bebauungsplan „Christel-Brauns-Weg“ im Eberswalder Stadtteil Finow geäußert. Durch die Naturschützer wurde im Plangebiet die Schlingnatter nachgewiesen. Diese Schlangenart ist nach der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie geschützt und wurde als stark gefährdete Art auf die Rote Liste des Landes Brandenburg aufgenommen.

Der BUND hat zusammen mit anderen Naturschutzverbänden eine Stellungnahme gegenüber der Stadtverwaltung abgegeben. Die Stadtverordnetenversammlung hatte im vergangenen Jahr den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst. Im Bereich des ehemaligen Hubschrauberlandeplatzes sollen auf fünf Hektar etwa 60 Einzel- und Doppelhäuser errichtet werden.

Bei einer Begehung durch die Naturschützer konnte nicht nur die Schlingnatter festgestellt werden, es wurden auch die Zauneidechse und das Braunkehlchen beobachtet. Außerdem hat der Naturschutzverband in vier Nächten eine Fledermaus-Horchbox aufgestellt. Dabei wurden das Große Mausohr und die Bartfledermaus nachgewiesen. Bei einer ersten Biotopkartierung, auf deren Grundlage die Unterlagen zur frühzeitigen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erstellt wurden, waren diese besonders bedrohten Arten nicht nachgewiesen worden.

BUND-Naturschutzreferent Axel Heinzel-Berndt: „Bei der schon erfolgten Teilrodung wurde bereits der Lebensraum der Schlingnatter zerstört und vielleicht sogar Schlangen getötet. Daher fordern wir einen Baustopp. Erst nach der fachkundigen Erfassung der Populationen kann eingeschätzt werden, wie groß der Eingriff in den Lebensraum der bedrohten Arten durch die Bebauung wäre und ob Ausgleichsmaßnahmen möglich sind.“

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