Dazu sagt Carsten Preuß, Co-Landesvorsitzender des BUND Brandenburg:
„Ich begrüße den Vorstoß einer weitergehenden Novellierung des Jagdgesetzes mit Fokus auf den Waldbau. Wir brauchen eine waldorientierte Jagd im Land, die Naturverjüngung ermöglicht und den natürlichen Waldumbau ohne teure Zäunung beschleunigt. Viele Jägerinnen und Jäger, auch in unseren eigenen Reihen, nehmen diese Verantwortung schon jetzt wahr. Um Veränderungen flächendeckend anzustoßen, braucht es aber ein modernes Jagdgesetz. Als BUND haben wir bereits in der letzten Legislaturperiode konkrete Vorschläge dafür auf den Tisch gelegt. Diese werden wir nächstes Jahr weiterentwickeln und in den Prozess einspeisen. Dabei geht es vor allem um mehr Mitspracherecht für Eigentümerinnen und Eigentümer kleiner Waldflächen bei der Jagd. Ich erwarte, dass die Landesregierung hier den nötigen Interessensausgleich für den Waldschutz schafft.“
In der letzten Legislaturperiode wurden auf 10 Prozent der Waldfläche im Eigentum des Landes sogenannte Naturwaldentwicklungsflächen (NWE) ausgewiesen. Auf dieser Fläche kann sich der Wald ohne menschliche Einflüsse entwickeln und biologische Vielfalt entfalten. Die Regierungsfraktionen hinterfragen die Flächenausweisung in ihrem Antrag. Dazu sagt Carsten Preuß:
„Die Ausweisung von Flächen zur natürlichen Wildnisentwicklung im Landesforst war ein wichtiger Schritt für den Wald- und Klimaschutz und für die biologische Vielfalt. Daran darf nicht gerüttelt werden! Die Arbeit in den Landesforsten muss künftig vom Druck, sich selbst wirtschaftlich zu tragen, entkoppelt werden. Nur so kann die Vorbildfunktion des Landesforstes funktionieren.“