BUND Landesverband Brandenburg

Ökotipp: Gerüchte aus der Welt schaffen

11. Februar 2020 | BUNDzeit, Klimawandel

Wie man mit Klimaleugner*innen umgeht

Mit Klimaleugner*innen (oder besser: Wissenschaftsleugner* innen) reden ist mühsam und meist vergeblich. Dennoch findet sich der eine oder die andere manchmal in einer Situation wieder, in der das Gespräch unvermeidlich ist oder vielleicht die Chance bietet, ein paar Dinge zurechtzurücken. Weil das ein schwieriges Unterfangen ist, das im schlimmsten Fall kontraproduktiv wirken kann, wenn es bestehende Meinungen verfestigt, haben zwei australische Forscher eine Handreichung zum Widerlegen von Gerüchten geschrieben, die auch auf Deutsch vorliegt.

Wie korrigiert man eine falsche Information, ohne diese durch Wiederholung zu festigen? Am besten dadurch, dass man mit den Fakten beginnt.
Dabei gilt wie so oft: Weniger ist mehr. Besser auf wenige zentrale Punkte konzentrieren, als eine Informationsüberladung riskieren. Auch wenn es angesichts des Sachverhalts vielleicht schwer fällt: Beschränken Sie sich auf die Fakten und kommentieren Sie nicht. Wenn nun das zu widerlegende Gerücht zur Sprache kommt, sollte ihm unbedingt eine Warnung vorausgeschickt werden. Machen Sie unmissverständlich klar, dass jetzt eine Falschinformation kommt.

Im nächsten Schritt sollte nun die Lücke geschlossen werden, die beim Gegenüber durch die Richtigstellung entsteht. Das ist wichtig, weil Menschen dazu neigen, lieber ein falsches als ein unvollständiges Bild zu speichern. Erklären Sie, woher das Gerücht stammt, wer es in die Welt gesetzt hat und warum. Eine wertvolle Unterstützung beim Widerlegen von Falschinformationen stellen Grafiken dar. Das gilt vor allem in Situationen, in denen Menschen sich in ihren Grundüberzeugungen angegriffen fühlen und daher nach alternativen Interpretationen suchen. Im Gegensatz zu gesprochenem und geschriebenem Text lassen Grafiken kaum unterschiedliche Deutungen zu.

www.skepticalscience.com/docs/Debunking_Handbook_ German.pdf

Dieser Artikel erschien in der BUNDzeit 2020/1. Weitere aktuelle Beiträge zum Schwerpunktthema Populismus:

Nicht im Namen des Volkes: Rechtsextreme schüren gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und machen Stimmung gegen Umwelt- und Klimaschutz. Die Parteien der Mitte dürfen sich davon nicht einschüchtern lassen und selbst dem Populismus verfallen. Weiterlesen ...

„Man kann nicht alle einbinden, die behaupten, die Erde sei eine Scheibe“: Interview mit Katja Berlin. Weiterlesen ...

Nichts gegen Klimaschutz, aber …: Mit welchen Taktiken Populist*innen auf schnellen Applaus zielen. Weiterlesen ...

Lobbyismus und Populismus: Wie die Brandenburger Landnutzerverbände agieren. Weiterlesen ...

Wildtiere als Angstmacher. Weiterlesen ...

Populismus in Zahlen. Weiterlesen ...

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb