Ziel des Wasserspaziergangs war es, das Bewusstsein für Wasser als Lebensgrundlage zu stärken und neue Impulse für ehrenamtliches Engagement zu geben. Der Wasserspaziergang ist kreativ von Schauspieler*innen des Piccolo Theaters begleitet worden. Das sorbische Märchen „Der Wassermann“ war Mittelpunkt der Aufführung. Es eröffnet auf kreative Weise den Blick auf den Stadtfluss und gesellschaftliche Fragen rund ums Wasser als Lebensraum und wertvolle Ressource. Ein Thema, das uns in Zeiten zunehmender Wasserknappheit unmittelbar betrifft.
An mehreren Stationen entlang der Spree teilen Expert*innen spannendes Wissen über das Wassers in der Region:
Der BUND Cottbus setzt sich seit Jahren für den Erhalt des Stadtgrüns und eine sozial-ökologisch-gerechte Stadtentwicklung ein. Er thematisierte die Spree-Renaturierung, Bebauungen an der Spree sowie die Tierwelt mit aktuellen Beispielen wie der Diskussion über eine Fischtreppe oder Bebauungen am Spreebogen.
Die Umweltgruppe Cottbus setzt ihren Fokus auf Kohle und Wasserknappheit. Thematisch handelte der Input von unserer Zukunft. Die Kohle beeinträchtigt unsere Wassernutzung: Wasserknappheit und Wasserverschmutzung sind Themen, die uns zukünftig massiv beschäftigen werden. Die mögliche Waldrodung in Nochten, der Elbe-Überleiter zur Spree-Rettung und der Kupferabbau in Südbrandenburg sind kritisch behandelt worden.
Der örtliche Wasserversorger, die LWG Lausitzer Wasser GmbH & Co. KG, hat einen Einblick in ihre Arbeit gegeben. Fehlende, aber geplante Reinigungsstufen sowie die Trinkwasserversorgung in Berlin waren Schwerpunkte des Inputs.
Die Teilnehmenden konnten zudem ihre Fragen stellen und gingen in den Austausch miteinander. Eigene Beobachtungen und Naturwahrnehmungen konnten eingebracht werden und sollten die fachlichen Inputs bereichern.
So entstand ein lebendiger Austausch über unser Verhältnis zum Wasser: fachlich, künstlerisch und ganz persönlich.