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Wolf im Tierpark Kunsterspring

Gründung Landesarbeitsgemeinschaft "Wolf und Herdensschutz"

Seit 20 Jahren gibt es in Deutschland Wölfe, jedoch immer noch und immer wieder bedarf es in der Bevölkerung und bei Politiker*innen der fachlich versierten Aufklärung über die Spezies Wolf und über funktionierenden Herdenschutz. Verstärkt nötig ist dabei zudem, gegen Fake-News der Sensationspresse, den Sozialen Medien und der „Anti-Wolf-Gruppen“ einen Kontrapunkt zu setzen – mittels sachlicher Information, die auf wissenschaftlich fundierten und verifizierbaren Fakten beruht.

Insbesondere zum Herdenschutz werden seit vielen Jahren höchst erfolgreiche Projekte und Langzeitstudien durchgeführt, doch die Erkenntnisse daraus finden in der Öffentlichkeit zumeist weder Rezension noch Reflektion.

Durch Austausch und Zusammenarbeit mit anderen Natur- und Artenschutzverbänden sowie Forschungseinrichtungen auf nationaler und internationaler Ebene möchte der AK „Wolf und Herdenschutz“ hier als Think Tank, Vermittlungs- und Beratungsgremium auftreten. Deshalb wollen wir uns am 2. Dezember um 18:30 Uhr per Videokonferenz treffen und eine Landesarbeitsgemeinschaft beim BUND Brandenburg gründen. Interessenten sind herzlich eingeladen. Zur Anmeldung siehe unten.

ARBEITSSCHWERPUNKTE und ZIELE

Gemeinsames Anliegen der AK-Mitwirkenden ist die Verbreitung der Darstellung eines realistischen Bildes vom Wolf als Wildtier, das seinen Platz im Ökosystem hat, sowie der Einsatz für den Schutz der Wölfe – besonderer Fokus wird dabei auf Herdenschutz und praktikable Herdenschutzmaßnahmen gelegt.

Zu den Schwerpunkten des AK „Wolf und Herdenschutz“ zählen

  • Sensibilisierungs- und Aufklärungsarbeit, insbes.
  • Wissen zu Schutzstatus, Verhalten, Kommunikation, Biologie, Ökologie und Kulturgeschichte der Wölfe sowie zum Herdenschutz vermitteln
  • sachliche und wissenschaftlich fundierte Information verbreiten
  • irrationale Ängste und Vorurteile abbauen
  • „Toolkits“ mitgeben, z.B. für sicheren Herdenschutz, evtl. Wolfsbegegnungen
  • Beratungs- und Überzeugungsarbeit bei Bundes-, Landes- und Gemeindepolitiker*innen, sowie bei Jagd- und Forstverbänden leisten
  • Networking und Austausch u.a. mit
  • Betroffenen, wie Schäfer*innen und anderen sog. Nutztierhalter*innen
  • in- und ausländischen Natur- und Artenschutzorganisationen
  • internationalen Projektträger*innen
  • Forschungseinrichtungen des In- und Auslandes
  • Verfassen von Publikationen, z.B. von
  • Hintergrundpapieren
  • Stellungnahmen zu aktuellen gesellschaftlichen und/oder politischen Entwicklungen bzw. Geschehnissen
  • Protestschreiben, u.a. gegen illegale Tötung von Wölfen
  • Fachartikeln in (wissenschaftlichen) Print- und Online-Medien
  • Förderung der Weiterbildung der AK-Mitwirkenden bspw. mittels
  • Fachliteratur
  • Online-Veranstaltungen
  • Exkursionen
  • Teilnahme an Symposien usw.

„Wolf und Herdenschutz“ ist zwar ein Landesarbeitskreis des BUND-Brandenburg, steht aber bundesweit allen Mitgliedern offen, die sich als Fachleute rund um die Thematik Wölfe und Herdenschutz einbringen möchten. Die etwa vierteljährlichen Sitzungen sollen – zurzeit wegen Corona, aber auch grundsätzlich zur Einsparung längerer Anfahrtswege – in erster Linie online, z.B. per Zoom-Meeting, abgehalten werden. Bitte Informationen zur Anmeldung am Ende des Textes  beachten. Zudem sind (sofern durchführbar) ebenso Exkursionen angedacht, bspw. Wolfswanderungen mit Spurenlesen, Besuch von Wolfsparks und Betrieben mit Herdenschutzhunden. Wenn es sich thematisch anbietet, werden gemeinsame Aktivitäten bzw. Tagungen mit anderen Arbeitskreisen und auch externen Natur- und Artenschutzorganisationen angestrebt.

Zusammenfassung

Egal, welche Einstellung man auch immer zum Wolf hat: Der Wolf ist zurück und heute steht nicht mehr die Ausrottung der Wölfe, sondern die Aussöhnung und Koexistenz mit ihnen auf der gesellschaftspolitischen Agenda.

Der AK „Wolf und Herdenschutz“ will demgemäß einen Beitrag zur Bewusstseinsbildungs- und Aufklärungsarbeit leisten, um den Menschen fachliche Information und auch praktikables „Handwerkszeug“ mitzugeben, ihnen die Angst zu nehmen und sie im allerbesten Fall sogar zu begeistern für die faszinierende Welt der Wölfe.

Bitte melden Sie sich bis zum 29.11.2020 mit einer kurzen Email an die Adresse:

bund.brandenburg(at)bund.net an. Sie bekommen dann den Link zur Videokonferenz zugeschickt.

 

Wolfsexkursion ins Revier des Lehniner Rudels

Die Exkursion findet am Nikolaussonntag, den 06.12.2020 statt.

Die Teilnehmendenzahl ist auf 12 Personen begrenzt (Mindestanzahl: 7). Für die Planung bitten wir um Voranmeldung bei der Projektleitung Angelique Hardert unter wildtiere-brb(at)bund.net oder per Telefon unter 0331-703997 22 bis zum 04.12.2020.

Da wir im Freien unterwegs sind, sollten Sie sich wettergerecht bekleiden und ausreichend Verpflegung für unterwegs mitbringen. Des Weiteren ist während der Veranstaltung das richtige Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung und die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln Pflicht.

Sollen Sie am Tag der Exkursion Krankheitanzeichen wahrnehmen, würden wir Sie bitten Ihre Teilnahme zurückzuziehen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts "Wolf, Biber, Elch und Co." statt, welches aus ELER- und Landesmitteln finanziert wird. Somit fallen für Sie keine weiteren Kosten an (bis auf die selbstständige Anreise).

Weitere Informationen hier.

 

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