Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren. 

OK
BUND Landesverband Brandenburg

Internationaler Tag der Feuchtgebiete: BUND Brandenburg fordert besseren Wasserrückhalt in der Landschaft

01. Februar 2019 | Alleskönner Moor, Moorpaten, Moorschutz, Flüsse & Gewässer, Lebensräume, Umweltbildung

Intakte Moore sind wertvolle Wasserspeicher und funktionieren, einfach gesagt, wie Schwämme. Sie nehmen bei zu viel Niederschlag große Mengen Wasser auf und geben in Dürreperioden Wasser ab. Der BUND Brandenburg fordert die Förderung des Wasserrückhaltes in der Landschaft. Wer mehr wissen will, ist herzlich zur Moor-Ausstellung für Kinder und Erwachsene in der Biosphäre Potsdam eingeladen.

Wanderausstellung zum Thema Moorschutz in Brandenburg  (Foto: J.Kostowski)

Mit Blick auf die aktuelle Klimafolgenforschung für Brandenburg, die vermehrte Extremwetterereignisse wie niederschlagsreiche Jahre oder Dürreperioden prognostiziert, muss aus Sicht des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Brandenburg das Wassermanagement in Brandenburg grundlegend angepasst werden. Wasserüberschüsse müssten gezielt zurückgehalten werden, um eine ausreichende Wasserversorgung in den nachfolgenden Monaten sicherzustellen. Naturnahe Moore in der Umgebung können große Wasserschwankungen abpuffern und als Ökosystemdienstleister Wasser für umliegende Flächen speichern.

Daher fordert der BUND Brandenburg die Förderung des Wasserrückhaltes in der Landschaft und Maßnahmen zur Erhöhung der Wasserstände in landwirtschaftlich genutzten Moorflächen. Zudem bedarf es dringend einer Anpassung der derzeitigen (förder-) rechtlichen Rahmenbedingungen auf Landesebene.

Moore sind nicht nur großartige Wasserspeicher, sie schützen uns auch vor Hochwasser, halten als natürliche Filteranlage Schadstoffe aus unserem Trinkwasser fern und speichern viele klimaschädliche Gase, die sonst die Klimaerwärmung beschleunigen würden", so Juliane Kostowski, Projektleiterin beim BUND Brandenburg.

Mehr über den faszinierenden Lebensraum Moor kann man vom 01. Februar bis 10. Februar 2019 in der Biosphäre Potsdam erfahren. Genau wie die tropischen Regenwälder stellen auch Moore seit Jahrhunderten einen geheimnisvollen Lebensraum dar. Beide Lebensräume beeindrucken die Menschen mit ihrer einzigartigen Artenvielfalt. Gleichzeitig sind Regenwälder wie auch Moore durch ihre signifikante wirtschaftliche Bedeutung hochgradig gefährdet.

Die Wander-Ausstellung vom BUND Brandenburg lädt die Besucher der Biosphäre Potsdam zum einen dazu ein, die Moore als spannenden Lebensraum zu entdecken. Zum anderen weist sie auf die starke Gefährdung dieser Ökosysteme hin und animiert Besucher, sich für den Schutz dieses wichtigen und einmaligen Lebensraums einzusetzen.

Die Ausstellung bietet zusätzlich einen spannenden Informationsteil für Kinder. Die kleinen Besucher können hier auf spielerische Weise Wissenswertes rund um den Lebensraum Moor erfahren. „Da die Entstehung von Mooren tausende von Jahren benötigt, ist es wichtig unsere nächsten Generationen für ihren Schutz zu sensibilisieren. Lassen Sie uns Ihre Kinder mit dem Märchen aus dem geheimnisvollen Lebensraum verzaubern und mit Rätseln die Neugierde Ihrer Kinder für die einzigartige Artenvielfalt wecken. Der fröhliche Moorfrosch Mooritz führt Sie und Ihre Kinder durch die Wanderausstellung“, so Projektleiterin Kostowski.

Diese Ausstellung wird im Rahmen des Projektes "Alleskönner Moor" des BUND Brandenburg aus Mitteln des ELER und Landes Brandenburg gefördert.

Anlässlich der Ramsar-Konvention von 1971, wird am 2. Februar der internationale Tag der Feuchtgebiete begangen. Mittlerweile gehören 169 Staaten der Konvention an und schützen so Watt-, Wasser- und Moorlandschaften. Durch Informationsaustausch und Zusammenarbeit zwischen den Ländern soll der Schutz der insgesamt 2241 Feuchtgebiete gewährleistet sein. 

Zur Übersicht

BUND-Bestellkorb