Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren. 

OK
BUND Landesverband Brandenburg

Petition: Für ein Wolfsmanagement mit intelligenten Lösungen

Aktion

Unterschreiben Sie jetzt für ein Wolfsmanagement mit intelligenten Lösungen

Aufruf

Sehr geehrter Herr Minister Vogelsänger,

hiermit fordere ich Sie auf, den polemischen Forderungen von einigen Landnutzerverbänden wie dem Bauernbund Brandenburg nicht weiter nachzugeben. Es ist reiner Populismus den Menschen zu erzählen, dass es möglich sei, den Wolf in Brandenburg ohne erneute Ausrottung wieder so weit zurückzudrängen, dass Schutzmaßnahmen für Weidetiere (Prävention) nicht notwendig wären. Bedauerlicherweise enthält die von Brandenburg mit eingebrachte Bundesratsinitiative ähnliche Forderungen nach Gebieten, die von Wölfen gänzlich freigehalten werden sollen.

Sehr geehrter Herr Minister Vogelsänger, ich bitte Sie: Helfen Sie mit, wieder zur Sachlichkeit in Fragen des Wolfsmanagements in Brandenburg zurückzukehren. Erleichtern Sie die finanzielle Unterstützung für Weidetierhalterinnen und -halter bei der Prävention, der Unterhaltung und dem damit verbundenen Arbeitsaufwand. Lassen Sie unsere Weidetierhalter*innen nicht im Stich mit den neuen Herausforderungen. Verbessern Sie die Aufklärungsarbeit, sodass Landwirte und die gesamte Bevölkerung über den Wolf und seine Lebensweise sachlich fundierte Informationen erhalten. Momentan wird Angst und Hysterie verbreitet. Angst hilft aber nicht weiter – wir brauchen Aufklärung, Fachverstand und den gemeinsamen Dialog aller Akteure.

Statt für den erleichterten Abschuss des Wolfes einzutreten, der in vielen wissenschaftlichen Publikationen sehr kritisch bis ablehnend diskutiert wird und selten langfristig zu verminderten Konflikten führt, sollten Sie Maßnahmen zum Schutz von Weidetieren umsetzen und fördern, die dem 21. Jahrhundert angemessen und wissenschaftlich fundiert sind. 

Suchen Sie gemeinsam mit Landnutzer*innen, Forscher*innen und den Akteur*innen in den Natur- und Umweltschutzorganisationen nach intelligenten und dauerhaften Lösungen, um Ihrer Position als Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft und damit sowohl dem Natur- und Artenschutz als auch den Interessen aller Brandenburger*innen gerecht zu werden.

(Vorname Name, Ort - wird automatisch ergänzt)

Hintergrund

2009 wurden die ersten dokumentierten Wolfswelpen seit ca. 200 Jahren in Brandenburg geboren. Eine Erfolgsgeschichte, die ohne den strengen Schutz durch die europäische und bundesweite Naturschutzgesetzgebung wahrscheinlich nie zustande gekommen wäre. Denn dadurch ist der Abschuss eines Wolfes nur in Einzelfällen möglich, beispielsweise wenn ein Wolf sich einen Menschen gegenüber aggressiv verhält.

Die Rückkehr der Wölfe hat aber unbestritten auch Herausforderungen mit sich gebracht. Weidetierhalter*innen müssen ihre Tiere wieder vor dem Wolf schützen, können sich die damit verbundenen zusätzlichen Kosten für Material und Arbeitsaufwand jedoch kaum oder gar nicht leisten. Entschädigungen für Wolfsrisse sind bürokratisch und langwierig. Insbesondere die ländliche Bevölkerung muss sich nach mehr als 200 Jahren wieder mit einem heimgekehrten Beutegreifer beschäftigen – uralte Ängste und Sorgen werden wach.

Diese Herausforderungen müssen gemeistert werden, um ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben zwischen Menschen und Wölfen auf Dauer zu schaffen. Anstatt sich diesen Herausforderungen zu stellen, heizen jedoch einige Landnutzerverbände die Stimmung gegen den Wolf weiter an. Deren einziger Lösungsvorschlag: der Abschuss des Wolfes und die Schaffung „wolfsfreier Zonen“ – überall, wo Menschen und Weidetiere in Brandenburg vorkommen. Das würde faktisch die Wiederausrottung des Wolfes in Brandenburg bedeuten. Ein solches Ansinnen lehnen wir ab!

Dagegen gibt der Landwirtschafts- und Umweltminister Jörg Vogelsänger (SPD) dieser Forderung einiger Landnutzerverbände immer weiter nach und hat erst im Oktober 2018 eine Bundesratsinitiative gestartet, die ebenfalls Forderungen nach Freihaltung von Gebieten von Wölfen, der Lockerung des Schutzstatus des Wolfes und der Überarbeitung des Bundesnaturschutzgesetzes enthält – also alles, um den grundlosen Abschuss von Wölfen zu erleichtern.

Unterschreiben Sie daher unsere Petition und fordern Sie Minister Vogelsänger zum Umdenken auf. Zeigen Sie unserem Landwirtschafts- und Umweltminister, dass für Sie der Wolf zu Brandenburg dazugehört und dass Sie sich wünschen, dass anstelle von Waffeneinsatz auf Dialog und intelligente Maßnahmen gesetzt wird, die ins 21. Jahrhundert passen.

Diese Petition wird vom Naturschutzbund Brandenburg e. V. (NABU Brandenburg) und von Wolfsschutz-Deutschland e. V. unterstützt.

Petition unterschreiben

1685 Unterschriften
Jetzt unterzeichnen

Jetzt unterzeichnen

Newsletter
Einwilligung:

Ich willige ein, dass meine zuvor angegebenen Daten und meine Teilnahme an der Petition vom BUND Brandenburg dazu genutzt werden dürfen, um mich noch individueller per Mail über die Naturschutzprojekte, Erfolge und Aktionen des BUND Brandenburg zu informieren. Um Sie hierüber informieren zu dürfen, weisen wir vorsorglich darauf hin, dass bereits alleine die Teilnahme an dieser Online-Petition eine politische Meinung im Sinne eines sensiblen Datums darstellen kann. Diese Einwilligung bezieht sich daher auch auf die Verwendung eines insoweit möglicherweise sensiblen Datums. Diese Einwilligung können Sie jederzeit für die Zukunft gegenüber dem BUND Brandenburg unter bund.brandenburg(at)bund.net widerrufen. Weitere Informationen zur Datenverarbeitung nach der DGSVO finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

 

 

Vor Kurzem haben mitgemacht:

  • sonja - gauting
  • Annette - Celle
  • Frauke - Kiel
  • Dagmar - Bonn
  • Allan - Potsdam
  • Brigitte - Berlin
  • Denise - Neustadt
  • Edgar - Neustadt
  • Sylvia - Erftstadt
  • Katharina - Brandenburg Havel

BUND-Bestellkorb