Wassertourismus in Brandenburg

Paddler; Foto: Klaus-Uwe Gerhardt  / pixelio.de

Brandenburg ist ein wasserreiches Land, seine Seen und Wasserwege locken viele Erholungssuchende und Freizeitsportler an mit dem Ziel, möglichst intakte Natur hautnah zu erleben. Bei der Entwicklung der touristischen Infrastruktur an Wasserstraßen in Brandenburg befindet man sich dabei schnell in einem Spannungsfeld zwischen Naturerleben und Naturzerstören.

Wirken muskelkraftbetriebene Wasserfahrzeuge wie Kanu oder Kajak bei mäßigem Betrieb nur wenig störend auf Natur und Umwelt verursachen motorisierte Wasserfahrzeuge durch Wellenschlag, Lärm und Schadstoffeintrag erhebliche Schädigungen. Der Ausbau der touristisch genutzten Wasserwege ist daher oft kontraproduktiv zur Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), deren Umsetzung eine naturschutzfachlich gebotene und auch gesetzlich verpflichtende Maßnahme ist.

Motorisierte Freizeitschiffe

  • verdrängen durch ihr hohes Störungspotenzial andere Natursportarten und Freizeitaktivitäten
  • emittieren Treibstoff, Öl und Verbrennungsrückstände ins Wasser, die die Gewässerfauna beeinträchtigen
  • verbrauchen enorme Energiemengen
  • haben durch Sog und Wellenschlag negativen Einfluss auf Zooplankton und Fischbrut und verstärken Ufererosion.

Der BUND hat eine Stellungnahme zur öffentlichen Anhörung zur Machbarkeitsstudie zur Umsetzung der Bundestagsinitiative „Infrastruktur und Marketing für den Wassertourismus in Deutschland verbessern“ erarbeitet, die inhaltlich auch gut die Situation in Brandenburg wiedergibt.



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