Etwa 250 märkische Seen will der Bund verkaufen - zumeist an private Investoren. Dagegen wenden sich verschiedene Bürgerinitiativen, die teilweise schon seit Jahren Sturm gegen dieses Vorhaben laufen. Unter ihnen ist der Verein pro Mellensee und der BUND Landesverband Brandenburg.
Auch um viele Uferwege gibt es Streit. In Groß-Glienicke hat ein Grundstückseigentümer den Uferweg, der zu seinem Anwesen führt, demonstrativ mit einem Zaun versperrt. „Der Weg gehört uns“ sagen die Spaziergänger und protestieren an jedem Montag mit Rufen wie „Ein, zwei, drei - gebt das Ufer frei“.
112.000 Unterschriften haben die Initiativen gesammelt und an den Petitionsausschuss des Bundestages geschickt. Die große Hoffnung aller Betroffenen ist, dass sich der Bundestag der Problematik annimmt. Solle es nicht gelingen, die Privatisierung der Seen zu stoppen, drohen mehr Fälle wie der des Wandlitzsees: Die Gemeinde muss nach dem Verkauf an einen privaten Investor für den Steg und ihr Strandbad, das sich auf seinem Gelände befindet, Nutzungsgebühren zahlen.