Sie befinden sich hier:

Einkaufen mit dem Rad

Rad mit Einkaufskorb; Quelle: Ina Bassin

Schnell, günstig, gesund und obendrein auch noch umweltfreundlich - das Fahrrad ist das Einkaufsvehikel der Zukunft.

Radfahren macht Spaß und ist gesund. Deshalb ist das Fahrrad ein beliebtes Freizeitgefährt. Es bietet aber noch mehr: Gerade auf kurzen innerstädtischen Strecken ist es ein zweckmäßiges Alltagsverkehrsmittel für den Weg zum Einkaufen oder zur Arbeit. Die meisten Einkaufswege sind ein bis maximal fünf Kilometer lang. Gerade auf diesen kurzen innerstädtischen Wegen ist das Fahrrad unschlagbar wendig. Das Auto gewinnt im Stadtverkehr erst ab Weglängen von ca. 6 km einen Zeitvorteil.

Wettbewerb „Fahrradfreundliches Geschäft“

Unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Jann Jakobs startete am Donnerstag, den 18. März die Gemeinschaftsaktion „Fahrradfreundliches Geschäft“ der Stadtverwaltung, der Industrie- und Handelskammer Potsdam, der Handwerkskammer Potsdam, des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, des Klimateams der Verbraucherzentrale Brandenburg sowie des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland.

Mittelpunkt der gemeinsamen Aktion ist ein Wettbewerb, mit dem Geschäfte ausgezeichnet werden sollen, die eine besonders gute Infrastruktur für radfahrende Kunden haben oder die mit besonderem Service bzw. besonderen Aktionen für das Einkaufen mit dem Fahrrad werben. Ziel ist es, gute Beispiele zu finden, die eine Vorbildwirkung haben.

Was ein fahrradfreundliches Geschäft bedeutet und was konkret an Maßnahmen und Initiativen möglich ist, zeigt ein Informationsblatt, dass als Anregung für den Wettbewerb erarbeitet wurde. Gute Fahrradabstellmöglichkeiten in Eingangsnähe stehen da natürlich ganz oben. Es geht aber auch anders: Zum Beispiel mit dem Verleihen von Packtaschen, einer Gepäckaufbewahrung oder auch nur einer Luftpumpe und einem Flickset für den Ernstfall eines platten Reifens. Die Maßnahmen müssen also nicht immer groß und teuer sein. Auch mit einfachen, kostengünstigen Mitteln kann man ein Zeichen für Fahrradfreundlichkeit setzen und sich so am Wettbewerb beteiligen.

Anlässlich der Vorstellung der Gemeinschaftsaktion sagte Oberbürgermeister Jann Jakobs: „Das Fahrrad ist in Potsdam ein wichtiges Verkehrsmittel, dass bereits jetzt häufig auch zum Einkaufen genutzt wird. Mit der Gemeinschaftsaktion möchten wir auf das Thema aufmerksam machen und für das Einkaufen mit dem Fahrrad werben. Es ist letztlich ein Beitrag zu einem fahrradfreundlichen Klima in der Stadt. Mit der Aktion stärken wir dabei besonders die gut mit dem Fahrrad erreichbaren Standorte, also vor allem die Innenstadt und die wohnortnahen Zentren. Das unterstützt ganz nebenbei auch die Ziele unseres Einzelhandelskonzepts.“

René Kohl, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, betonte: „Radfahren entwickelt sich zunehmend auch als Wirtschaftsfaktor. Nicht nur die Potsdamer, auch die Rad fahrenden Touristen profitieren von fahrradfreundlichen Einzelhändlern. Immerhin lassen Tagesgäste im Schnitt 22,10 Euro in der Region. Das kommt neben den Gastronomen auch den Läden in der City zugute. Wenn sich die Landeshauptstadt Potsdam als fahrradfreundliche Stadt etablieren möchte, sind aber weitere innovative Lösungen unerlässlich."

Die Bedeutung für das Handwerk stellte Dr. Wolfgang König, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam heraus: "Wenn eine Stadt wie Potsdam ein Gesamtkonzept bietet, das die tägliche Fahrradnutzung erleichtert, dient das nicht zuletzt auch den in der Stadt ansässigen Handwerksbetrieben. Deshalb unterstützt die Handwerkskammer Potsdam die Aktion. Die Stadt gewinnt durch weniger Autoverkehr an Lebensqualität und Attraktivität, die Bürger gewinnen an Mobilität und die Handwerksbetriebe profitieren durch bessere Erreichbarkeit - also eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten."

Karin Genrich, Präsidentin des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg e.V. und zugleich selbst Einzelhändlerin in der Potsdamer Innenstadt sagte: „Für alle Einzelhandelsunternehmen in Potsdam lohnt es sich, um radfahrende Kunden zu werben und diese an sich zu binden, da immer mehr Menschen das Fahrrad auch zum Einkaufen nutzen. Dabei müssen die Maßnahmen nicht immer groß und teuer sein. Auch mit einfachen Mitteln kann ein Zeichen für Fahrradfreundlichkeit gesetzt werden.“

Frank Hildenbrandt, Leiter des Klimateams der Verbraucherzentrale Brandenburg betonte: „Die Nutzung des Fahrrades ist ein kaum zu übertreffender Beitrag zum Klimaschutz, welchen Verbraucher leisten können. Darum verdient jede Initiative, welche die Nutzung des oder den Umstieg auf das Fahrrad befördert unsere Unterstützung. Das Klimateam der Verbraucherzentrale Brandenburg befördert aus diesem Grund die Aktion ausdrücklich und wird sich mit eigenen Maßnahmen an der Umsetzung des Wettbewerbes beteiligen."

Auch Dr.  Jost Kremmler, Vorsitzender des Kreisverbands Potsdam des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland, hebt die Bedeutung des Einkaufens mit dem Fahrrad für den Klimaschutz hervor: „Selbstverständlich muss auch der Verkehrssektor seinen Beitrag zur Minderung des Kohlendioxidausstoßes leisten. Neben dem 'zu Fuß Gehen' ist Radfahren die einzige Fortbewegung ohne Emission. Mit den bisherigen Autos gibt es jedenfalls keine umweltfreundliche Mobilität - das gilt auch fürs Einkaufen. Deshalb ist auch der BUND bei der Aktion dabei."

Hier finden Sie Tipps zum Einkaufen mit dem Fahrrad...

Nicht nur für Verbraucher ist das Fahrrad eine günstige Alternative für den Einkauf, auch Händler und die Kommune können davon profitieren.

Vorteile für Händler

  • radfahrende Kunden sind (potenzielle) Stammkunden
  • Imagegewinn durch Einsatz für den Klimaschutz

Was erwarten Kunden von einem fahrradfreundliches Geschäft?


Vorteile für die Kommune:

  • Radfahrer sind kostengünstige Verkehrsteilnehmer
  • Radfahrer benötigen weniger Raum im Verkehr
  • Radfahrer verschmutzen nicht die Luft und machen keinen Lärm
  • Radfahrer tun etwas für ihre Gesundheit

Hier gehts zur Projektseite "Einkaufen mit dem Rad in Potsdam"

http://www.einkaufen-mit-dem-rad.de



Ihre Spende hilft.

Suche

Metanavigation: