Glasfassaden

Glasfassaden sind für Vögel ein großes Problem. Je nach Quelle werden Glasfassaden als Hauptursache für den Tot von Vögeln an Bauwerken gesehen. Fledermäuse sind hier wahrscheinlich aufgrund ihrer Echoortung bis jetzt nicht als Schlagopfer in Erscheinung getreten. Anders als bei Windkraftanlagen sind hier Ursache und Wirkung deutlich besser erforscht und Lösungsansansätze ebenso bekannt.

Glasfassaden: Die Problematik

Kollidieren Vögel bei hoher Geschwindikeit mit einer Glasfläche, sind meist Verletzungen, Schädel-Hirn-Traumata, innere Verletzungen, Augenverletzungen oder der Tod die Folge. Analog zu den Windkraftanlagen gikt auch hier, dass verletzte Tiere durch Fressfeinde leichter gefangen werden können, als gesunde Tiere. 

Die Vögel haben bei Glasfassaden zwei Hauptprobleme, entweder sie sehen das Glas nicht (Durchsicht, Transparenz) oder sie erkennen die sich spiegelnde Landschaft im Glas (Spiegelung, Reflexion). Oftmals wirken beide Effekte zusammen.

Glasfassaden: Lösungen

Welche Maßnahmen den Vogelschlag an Glasfassaden reduziert, hat die Senatsverwaltung Berlin und die Schweizer Vogelwarte 2012 näher untersucht. So sind beispielsweise Streifenmuster in bestimmten Abständen sehr wirkungsvoll oder Milchglas. Weitere Informationen finden Sie in der Studie, die Sie hier abrufen können: Vogelfreundliches Bauen mit Glas und Licht

An der Stelle erwähnen sollte man, dass UV-Stifte oder Greifvogelsilhouetten keinerlei Nutzen haben!

Um in Zukunft Vogelschlag an Glasfassaden zu vermeiden, sollten Richtlinien für die Gestaltung von Glasfassaden erarbeitet werden, die den Vogelschlag minimieren. Auch müssen bei bestehenden Häusern die Schlagopferzahlen erfasst werden, sodass die Forderung gestellt werden kann, nachzurüsten. Ganz in dem Sinne von "Vorbeugen ist besser als heilen", insbesondere günstiger, sollte jedoch bereits bei der Planung von Gebäuden auf vogelverträgliche Fassaden geachtet werden.



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