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Tagung "Zukunft statt Braunkohle" vom 27. Oktober 2007

Podium zur Tagung, Foto: BUND

Der Klimawandel ist schon heute für uns alle zu einer der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts aufgestiegen. Im wöchentlichen Rhythmus gelangen immer neue Wetterrekorde in die Öffentlichkeit – wärmster Winter 2006 / 07, trockenster und sonnigster April 2007, feuchtester Mai 2007 und immer alles seit Beginn der Wetteraufzeichnungen!

Deutschland hat sich vorgenommen, bis 2020 seine Treibhausgase um 40 Prozent zu verringern. Aber ist das mehr als ein Lippenbekenntnis? Die Bundesregierung plant gleichzeitig den Bau neuer Kohlekraftwerke, die aber mehr als doppelt so klimaschädlich wie KWK-Anlagen und Gaskraftwerke sein werden.

Eine solche Politik ist angesichts dramatischer Klimaveränderungen fehl am Platz. Effektiv wären dagegen ein gesetzliches Verbot neuer Kohlekraftwerke, die Verdreifachung umweltfreundlicher Energieerzeugung in Anlagen die zugleich Strom und Wärme erzeugen, die Ausweitung der regenerativen Stromerzeugung auf ein Drittel sowie ambitionierte Programme zum Energiesparen.

Klimaschutzstrategie ohne den langfristigen Ausstieg aus der Braunkohleverstromung kann nicht funktionieren. Die brandenburgische Landesregierung plant dagegen den Aufschluss von 4 neuen Tagebauen. Mehrere Dörfer mit über 2000 Bewohnern müßten dann umgesiedelt werden. Zudem würden Schutzgebiete vernichtet und die Versteppung der Lausitz weiter vorangetrieben. Doch auch in den anderen Braunkohlerevieren träumen Energiekonzerne auf Kosten der Menschen von immer mehr Kohleabbau.

Ein deutschlandweites Bündnis macht gegen diesen „Kohle-Wahn“ mobil. Ende 2005 haben sich die großen Umweltverbände und verschiedene Initiativen zum Aktionsbündnis'„Zukunft statt Braunkohle“ zusammen geschlossen und 2006 in Pulheim (NRW) ein Bürgerforum zum Thema veranstaltet. Am 27. Oktober 2007 beleuchtete das Bündnis den Status der Braunkohle in der Lausitz kritisch.


Hauptvorträge der Tagung

Klimaschutz und Braunkohleverstromung Rainer Baake (DUH)

Klimawandel in der Lausitz - Anforderungen an Brandenburg Dr. Manfred Stock (PIK)

Umsiedlung - eine gesellschaftliche Zerreißprobe Dr. Siegrun Kabisch (UFZ - Leipzig)

Die 100%-ige Energiewende ist möglich Astrid Scheider (Eurosolar)

Vorstellung der Volksinitiative - keine neuen Tagebaue Axel Kruschat (BUND Brandenburg)



"Kohle nur noch zum Grillen"

Foto der Kampagne; Quelle: BUND Berlin

Kohle nur noch zum Grillen ist eine Kampagne des Arbeitskreis Klima und Erneuerbare Energien des BUND Berlin.

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