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Indirekte Vattenfall-Subventionen

Der Energiekonzern Vattenfall erhält indirekte Subventionen vom Land Brandenburg und aus dem Bundeshaushalt.

Ein Hintergrundpapier finden Sie hier.

Braunkohle

Braunkohletagebau in der Lausitz, Foto: BUND

Braunkohle ist ein fossiles Sedimentgestein, das durch die Karbonisierung von Pflanzenresten hauptsächlich im Tertiär entstanden ist. Das bräunlich schwarze Substrat enthält gespeicherte Sonnenenergie, die vor Jahrmillionen von Pflanzen auf der Erde mit Hilfe der Photosynthese in organisches Material umgewandelt wurde. Während der Verbrennung wird diese Energie, neben der Freisetzung von Schadstoffen wie Schwefeldioxiden, Stickoxiden, Staub und vor allem dem Treibhausgas Kohlendioxid, in Sekunden wieder freigesetzt.

In Deutschland wird Braunkohle in drei Braunkohlerevieren abgebaut: in der niederrheinischen Bucht, in der Lausitz und in Mitteldeutschland.

Umsiedlung

Der oberirdische Abbau der Braunkohle ist eine Zerstörung von Natur und Lebensraum ungeahnten Ausmaßes. Allein in der Lausitz mussten in den letzten 80 Jahren mehr als 30.000 Menschen ihre Heimat verlassen. 136 Orte verschwanden ganz oder teilweise von der Landkarte. Das letzte in Brandenburg abgebaggerte Dorf war Horno im Jahre 2003.

Aktuell sind in Brandenburg vier weitere Dörfer bedroht: Proschim und Teile von Welzow (1250 Einwohner) sowie Atterwasch, Kerkwitz und Grabko (900 Einwohner).

Natur und Landschaft

Um an die Kohle zu gelangen wird kostbares Grundwasser großräumig abgesenkt und ungenutzt in nahegelegene Flüsse abgeleitet. Die Grundwasserspiegelsenkung verursacht irreversible Schäden an Pflanzen und Tieren und führt zu Bodenabsenkungen, die wiederum Schäden an Gebäuden von angrenzenden Orten hervorrufen können.

Der enormen Landschaftszerstörung fallen trotz aller Proteste auch immer wieder wertvollste Naturschutzgebiete zum Opfer. Letztes prominentes Beispiel - Die Lacomaer Teichlandschaft nördlich von Cottbus (2008).

Klimaschutz

Braunkohlekraftwerk Jänschwalde, Foto: BUND

Die Braunkohleverstromung ist derzeit so ziemlich der sicherste Weg das Klima zu ruinieren. Braunkohlekraftwerke wie Jänschwalde emittieren ca. 1200g CO2 pro erzeugter KWh Strom (GuD-Kraftwerk ca. 365g). 25 Mio t CO2 pro Jahr machen das Kraftwerk zum zweitgrößten Klimakiller Deutschlands.



"Kohle nur noch zum Grillen"

Foto der Kampagne; Quelle: BUND Berlin

Kohle nur noch zum Grillen ist eine Kampagne des Arbeitskreis Klima und Erneuerbare Energien des BUND Berlin.

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