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Stopp Havelausbau!

Die Naturschutzverbände aus Brandenburg und Berlin wollen mit einer Klage vor dem Bundesverwaltungsgericht den naturzerstörenden und unwirtschaftlichen Ausbau von Havel und Spree im Rahmen des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nummer 17 zwischen Brandenburg/Havel und der Charlottenburger Schleuse in Berlin stoppen.

Die Klage gegen den im Juli von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost erlassenen Planfeststellungsbeschluss für den Ausbau des knapp 13 Kilometer langen Sacrow-Paretzer-Kanals hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fristgerecht beim Bundesverwaltungsgericht eingereicht. Unterstützt wird die Klage vom Naturschutzbund (NABU), der Deutschen Umwelthilfe (DUH), der Grünen Liga, der Berliner Landesarbeitsgemeinschaft für Naturschutz (BLN) und den im Aktionsbündnis gegen den Havelausbau aktiven Bürgerinitiativen, Verbänden und Parteien.

Für die Finanzierung der Klage, die bis zu 36.000 Euro kosten kann, setzen die Verbände auf die Spendenbereitschaft der Berliner und Brandenburger Bevölkerung. Gespendet werden kann online über www.stopp-havelausbau.de (Spenden) oder per Überweisung auf das Konto des BUND Berlin e.V., Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00, Konto-Nr. 32 888 00, Stichwort „Havelklage“.

 

Hintergrund der Kampagne

Der Bau einer durchgehenden "Wasserautobahn" zwischen Magdeburg und Berlin ist eine Katastrophe auf Raten - für die Natur ebenso wie für den Wasserhaushalt.  Allen gut begründeten Protesten zum Trotz soll das Zerstörungswerk der Flussbagger dennoch weiter vorangetrieben werden! Daran hält der Bundesverkehrsminister bisher fest. Noch sind also auch die milliardenschweren Ausbauvorhaben an Havel und Spree fest im Plan - als Fortsetzung von "Verkehrsprojekt 17 Deutsche Einheit"!

Gegen Projekt 17 haben engagierte Flussretter von Beginn an Widerspruch angemeldet. Mit Erfolg: Seit 1992 hat das „Aktionsbündnis gegen den Havelausbau“ mit seinen über 30 Mitgliedsorganisationen basisdemokratische Kontrolle und bürgerschaftlichen Einfluß auf die Maßnahmen geltend gemacht. Auf den zurückliegenden Bauabschnitten mußten die Wasserbauer deshalb ihre Pläne schon deutlich abspecken und wenigstens streckenweise Rücksicht auf die Natur nehmen!

Doch der "dickste Brocken" liegt noch vor uns:
Ohne unseren entschiedenen Einspruch rollen 2008 die Bagger an Havel und Spree! Streng geschützte Flussbiotope gehen dann zugrunde,  Folgen des Klimawandels verschärfen sich weiter, Steuermilliarden werden vergeudet. Und all das für Schiffe, die nie kommen werden!

Aber: Mit einem frisch gestärkten Bündnis können wir jetzt durchsetzen, dass der Bundesverkehrsminister seine lebensfeindlichen Pläne für immer ad acta legt. EU-Naturschutzrecht und Klimaexperten sind dabei schon auf unserer Seite!

Mehr dazu unter: "Stopp Havelausbau"


Ansprechpartner

Blick über die Havel, Foto:BUND

Infos zum aktuellen Stand des Verfahrens können folgende Personen geben:

Winfried Lücking (BUND-Flußexperte) Tel. 030-78790016,
luecking[at]bund-berlin.de

Manfred Krauss: Tel. 030-3222291





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