Der Bau einer durchgehenden "Wasserautobahn" zwischen Magdeburg und Berlin ist eine Katastrophe auf Raten - für die Natur ebenso wie für den Wasserhaushalt. Allen gut begründeten Protesten zum Trotz soll das Zerstörungswerk der Flussbagger dennoch weiter vorangetrieben werden! Daran hält der Bundesverkehrsminister bisher fest. Noch sind also auch die milliardenschweren Ausbauvorhaben an Havel und Spree fest im Plan - als Fortsetzung von "Verkehrsprojekt 17 Deutsche Einheit"!
Gegen Projekt 17 haben engagierte Flussretter von Beginn an Widerspruch angemeldet. Mit Erfolg: Seit 1992 hat das „Aktionsbündnis gegen den Havelausbau“ mit seinen über 30 Mitgliedsorganisationen basisdemokratische Kontrolle und bürgerschaftlichen Einfluß auf die Maßnahmen geltend gemacht. Auf den zurückliegenden Bauabschnitten mußten die Wasserbauer deshalb ihre Pläne schon deutlich abspecken und wenigstens streckenweise Rücksicht auf die Natur nehmen!