Der Bau einer durchgehenden "Wasserautobahn" zwischen Magdeburg und Berlin ist eine Katastrophe auf Raten - für die Natur ebenso wie für den Wasserhaushalt. Allen gut begründeten Protesten zum Trotz soll das Zerstörungswerk der Flussbagger dennoch weiter vorangetrieben werden! Daran hält der Bundesverkehrsminister bisher fest. Noch sind also auch die milliardenschweren Ausbauvorhaben an Havel und Spree fest im Plan - als Fortsetzung von "Verkehrsprojekt 17 Deutsche Einheit"!
Gegen Projekt 17 haben engagierte Flussretter von Beginn an Widerspruch angemeldet. Mit Erfolg: Seit 1992 hat das „Aktionsbündnis gegen den Havelausbau“ mit seinen über 30 Mitgliedsorganisationen basisdemokratische Kontrolle und bürgerschaftlichen Einfluß auf die Maßnahmen geltend gemacht. Auf den zurückliegenden Bauabschnitten mußten die Wasserbauer deshalb ihre Pläne schon deutlich abspecken und wenigstens streckenweise Rücksicht auf die Natur nehmen!
Doch der "dickste Brocken" liegt noch vor uns:
Ohne unseren entschiedenen Einspruch rollen 2008 die Bagger an Havel und Spree! Streng geschützte Flussbiotope gehen dann zugrunde, Folgen des Klimawandels verschärfen sich weiter, Steuermilliarden werden vergeudet. Und all das für Schiffe, die nie kommen werden!
Aber: Mit einem frisch gestärkten Bündnis können wir jetzt durchsetzen, dass der Bundesverkehrsminister seine lebensfeindlichen Pläne für immer ad acta legt. EU-Naturschutzrecht und Klimaexperten sind dabei schon auf unserer Seite!
Mehr dazu unter: "Stopp Havelausbau"