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"Carbon Capture and Storage" - Die CCS-Technologie

Der Energiekonzern Vattenfall plant ab 2015 in den Brandenburger Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland die unterirdische Lagerung von großen Mengen Kohlendioxid (CO2). Mit der bislang unerprobten Technologie zur Abscheidung und Speicherung von CO2, kurz CCS („Carbon Capture and Storage“), will der Konzern das Treibhausgas aus dem Rauch seines Kohlekraftwerks in Jänschwalde herausfiltern und großflächig unter die Erde verpressen. Was als Maßnahme für Klimaschutz verkauft wird, ebnet tatsächlich nur den großen Energiekonzernen den Weg, um weiter auf die besonders klimaschädliche Kohleverstromung, auf noch mehr Kohlekraftwerke und noch mehr Braunkohletagebaue zu setzen. Denn die CCS-Technologie spart kein Gramm CO2, sie macht Kraftwerke sogar noch ineffizienter und erhöht deren Emissionen, die dann endgelagert werden sollen. Heute weiß jedoch niemand, ob die Technik je funktionieren und wirtschaftlich sein wird und vor allem, ob eine tausende von Jahren sichere, also leckagefreie Lagerung von vielen Millionen Tonnen CO2 überhaupt möglich ist. Klar ist jedoch, sie bedeutet weiteren Raubbau an unserem Land und ein hohes Risiko noch für viele folgende Generationen.

Gutachten zu CCS

Der BUND hat ein geologisches Gutachten in Auftrag gegeben, welches die Risiken der CO2-Endlagerung untersucht. Der Autor der Studie, der Geologe Ralf Krupp, kommt unter anderem zu dem Schluss, dass die Dichtheit der geplanten Endlager nicht nachgewiesen werden kann und ihre Speicherkapazität für höchstens 27 Jahre reicht. Das vollständige Gutachten können Sie hier herunterladen.

Desweiteren wurde im Auftrag des Amtes Barnim-Oderbruch für den Raum Neutrebbin ein gesondertes Gutachten erstellt, welches sich mit den unterirdischen Strukturen in diesem Bereich beschäftigt. Auch dieses ist hier als Download verfügbar.

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potentielle CO2-Endlager (copyright: Greenpeace)

CO2-Endlager

Aufgrund der besagten Risiken regt sich in Brandenburg erheblicher Widerstand gegen die CO2-Verpressung. Auf der folgenden Karte sind die potentiellen CO2-Endlager in ganz Deutschland zu sehen - zum Beispiel in Beeskow und Neutrebbin.


Daher haben sich in diesen und weiteren Orten Bürgerinitiativen gegen die geplante CO2-Verpressung gebildet. Diese erreicht man über folgende Links:

Bürgerinitiative CO2 Endlager Stoppen e.V.

Bürgerinitiative Co2ntraEndlager

Kein Fussbreit auf unser Land

Im Herbst 2010 will Vattenfall mit den seismischen Erkundungen für die in Beeskow geplante rund 560 qm große CO2 -Lagerstätte beginnen, um diese auf Eignung zu prüfen. Für diese Tests braucht der Konzern Zugang zu privaten und öffentlichen Grundstücken. Für diese Nutzung fremder Grundstücke muss der Energiekonzern aber zuvor die Zustimmung der Eigentümer bzw. Nutzer einholen.

Nach dem Bundesberggesetz (§ 39) hat jeder Nutzer oder Eigentümer das Recht, Vattenfall das Betreten seines Grundstücks ohne Angabe von Gründen zu verbieten. Entsprechend haben die Stadt Beeskow und die ansässigen Agrarbetriebe erklärt, dass sie Vattenfall nicht auf ihr Land lassen werden. Zwar könnte Vattenfall dann den Antrag beim Landesbergamt stellen, dass dieses die Zustimmung stellvertretend erteilt, was die Behörde dann abwägen müsste (§ 40 BBergG). Ein Rechtsstreit wäre die wahrscheinliche Folge.

Mit einem schlichten Nein können wir Vattenfall und CCS stoppen! Als verantwortungsvolle Bürgerinnen und Bürger müssen wir deshalb unser Recht nutzen. Denn ohne Erkundung gibt es später auch keine Endlagerung von Kohlendioxid unter unserem Land. Laut dem Bundesberggesetz brauchen Firmen, die im Auftrag von Vattenfall, unser Land betreten wollen, eine Zustimmung des Eigentümers. Die Zustimmung kann durch den Eigentümer ohne Probleme und ohne Angaben von Gründen untersagt werden. Die Untersagung der Zustimmung kann schriftlich erteilt werden. Einen Musterbrief dafür können Sie hier herunterladen. Weitere Informationen finden Sie zudem auf der Seite
www.kein-fussbreit-auf-unser-land.de



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