In Brandenburg übernahm der Konzern Vattenfall 1998 in der Lausitz die gesamte Braunkohleindustrie. Vattenfall plant den Aufschluss von vier neuen Tagebauen. Mehr als 2.000 Menschen würden dadurch ihre Heimat verlieren, ganze Orte würden zerstört, andere in ihrer Lebensqualität stark sinken.
Geschützte Biotope und Tierarten sollen dem Tagebau zum Opfer fallen. Es wird sogar in ein europäisches Schutzgebiet eingegriffen, dem einzigen Vorkommen der Sand-Silberscharte in Brandenburg. Tagebaue vernichten gewachsene Kulturlandschaften, die in absehbarer Zeit nicht gleichwertig ersetzt werden können. Neue Tagebaue würden den Zustand des Grundwassers in der Lausitz noch weiter verschlechtern und durch Entwässerung tieferer Schichten Versauerung und Sulfateintrag in die Oberflächengewässer erhöhen.
Doch nicht nur das: Neue Braunkohletagebaue sind mit den Zielen des Klimaschutzes überhaupt nicht vereinbar und weder umwelt- noch sozialverträglich. Eine preiswerte und verlässliche Energieversorgung kann auch ohne neue Braunkohletagebaue sichergestellt werden, eine energiepolitische Notwendigkeit für neue Tagebaue besteht nicht.
Außerdem ist die Braunkohleverstromung derzeit so ziemlich der sicherste Weg, das Klima zu ruinieren. Braunkohlekraftwerke wie Jänschwalde beispielsweise emittieren ca. 1200g CO2 pro erzeugter KWh Strom (GuD-Kraftwerk ca. 365g). 25 Mio t CO2 pro Jahr machen das Kraftwerk zum zweitgrößten Klimakiller Deutschlands.