Unterstützen Sie die Forderung nach einer vollständigen und transparenten Sicherheitsüberprüfung des HZB-Forschungsreaktors in Berlin-Wannsee!
In Berlin-Wannsee, nahe Potsdam, steht der Forschungsreaktor BER II des Helmholtz-Zentrums Berlin (HZB). Durch die Katastrophe in Japan und zuvor auch schon mit der Auseinandersetzung um die Flugrouten des BBI ist die Frage nach dem Risiko dieser kerntechnischen Anlage erneut in die Diskussion gekommen: Muss der derzeit auf Grund von Wartungsarbeiten abgeschaltete Reaktor wegen Sicherheitsmängeln stillgelegt werden oder kann er wieder in Betrieb gehen?
Ursprünglich sollte die Anlage unabhängig vom derzeit laufenden sogenannten „Stresstest“ im August diesen Jahres wieder in Betrieb genommen werden. Auf Grund des großen öffentlichen Drucks hat der rot-rote Berliner Senat inzwischen jedoch einer „ergebnisoffenen“ Überprüfung des Reaktors zugestimmt. Ein erster wichtiger Erfolg!
Nun heißt es dran bleiben: Der Schutz von Bevölkerung und Umwelt muss Priorität haben! Wenngleich der – im Vergleich zu Atomkraftwerken kleine – Berliner Forschungsreaktor weder der Kernforschung noch der Entwicklung neuer AKWs dient, sondern für Grundlagen- und anwendungsbezogene Forschung eingesetzt wird (Physik, Medizin, Kunstgeschichte u. a.), darf es auch für diese kerntechnische Anlage keinen Sicherheitsrabatt geben!
Deshalb fordern wir vom Berliner Senat eine vollständige und transparente Sicherheitsüberprüfung (inklusive Terrorgefahr) als Voraussetzung für die Entscheidung über Stilllegung oder Weiterbetrieb des Forschungsreaktors. Die Ergebnisse der Überprüfung müssen offengelegt und vor der abschließenden Entscheidung zur Diskussion gestellt werden. Die Bevölkerung muss hierbei ebenso einbezogen werden wie entsprechende unabhängige ExpertInnen von Umweltverbänden und Wissenschaft.
Darüber hinaus muss der Katastrophenplan einer gründlichen Überprüfung unterzogen und ggf. überarbeitet werden. Zudem müssen die Forschungsschwerpunkte des HZB bzw. deren Notwendigkeit an diesem Standort auf den Prüfstand gestellt werden.
Unabhängig von der Entscheidung über die Zukunft des Forschungsreaktors muss die Sicherheit der Zentralstelle für radioaktive Abfälle (ZRA) auf dem Gelände des HZB überprüft, sowie umgehend ein Vorschlag erarbeitet werden, in welches Zwischenlager die dort lagernden Abfälle zügig verbracht werden können.
Unterstützen Sie unsere Forderung nach einer vollständigen und transparenten Sicherheitsüberprüfung des Forschungsreaktors mit Ihrer Unterschrift! Diese werden wir nach der Sommerpause den zuständigen Politikern in Berlin und Brandenburg überreichen.
Umso mehr Unterstützer wir haben, desto mehr werden unsere Forderungen von der Politik ernst genommen. Wir bitten Sie daher, auch weitere mögliche UnterstützerInnen auf unsere Aktion aufmerksam zu machen.
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