Seit 2009 haben wir verschiedene Aktionen, Veranstaltungen und Demos organisiert. So fand im Herbst 2009 die erste Potsdamer Anti-Atom-Demo statt. Wir organisierten eine Mobilisierungsmenschenkette in Potsdam, um für die große Aktions- und Menschenkette von Krümmel nach Brunsbüttel im vergangenen Jahr zu werben, zu der wir mit 4 Bussen und vielen Potsdamerinnen und Potsdamern gefahren sind.
Pfingsten 2010 veranstalteten wir in Kooperation mit der AFLUM (Atomkraftfrei leben in der Uckermark) und polnischen Atom-GegnerInnen ein Polnisch-Deutsches Anti-Atom-Camp in Mescherin (Uckermark). Schirmherr des Camps war der mittlerweile verstorbene Hermann Scheer. Das Camp diente vor allem der polnisch-deutschen Vernetzung. Daher fanden verschiedene Workshops statt, die über die jeweilige Situation in Polen und Deutschland informierten.
Im Herbst 2010 gab es für alle Interessierten in Potsdam ein Aktions- und Blockadetraining, bei dem man lernen konnte, wie man sich auf Demos und bei Blockaden verhält. Dabei ging es vor allem auch darum, welche Stufen der Blockade es gibt und wie man es organisiert, dass niemand in eine Zwangslage gerät. Im Anschluss an das Training ging es nach Wittenberge, um dort gemeinsam mit ortsansässigen AtomkraftgegnerInnen gegen einen möglichen Castor-Transport durch Wittenberge zu demonstrieren. Als Ergebnis der Folgeaktivitäten und des Castor-Transports im Dezember durch Wittenberge entstand auch eine örtliche Anti-Atom-Initiative. Im Zusammenhang mit dem schon zuvor stattgefundenen Castor-Transport nach Gorleben organisierten wir Busse ins Wendland, um dort an der Großdemo teilzunehmen.
Im Dezember fand in Greifswald eine Demo gegen die Castor-Transporte nach Lubmin statt, an der sich mehr als 3000 Menschen beteiligten. Auch wir sind aus Potsdam nach Greifswald gefahren, um ein deutliches Zeichen gegen Atomenergie zu setzen. Zum Abschluss des Jahres gab es noch einen gemeinsam mit anderen Initiativen organisierten „Castor-Transport“ vom Lustgarten zum Bürgerbüro der parlamentarischen Umweltstaatssekretärin Katherina Reiche, an dem sich mehr als 200 Potsdamerinnen und Potsdamer beteiligten.
Im Februar fand zum wiederholten Mal ein Castor-Transport nach Lubmin statt, in diesem Zusammenhang gab es verschiedene Aktionen und Informationsveranstaltungen.
Im Ergebnis der Naturkatastrophe in Japan und ihrer schrecklichen Folgen organisierten wir einige Mahnwachen und eine Demonstration in Potsdam und machten deutlich, dass Verzögerungen und Kleinreden von Problemen im Zusammenhang mit nicht beherrschbaren Technologien endlich ein Ende haben müssen. Aus Anlass des 25. Jahrestages der Katastrophe von Tschernobyl nahmen wir zudem am 25. April 2011 an der Großdemonstration gegen Atomkraft in Lubmin teil.