Am 20. Oktober ist der "Tag der Allee"

Erstmalig am 20. Oktober 2008 wurde der bundesweite "Tag der Allee" durch ein Bündnis aus dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Alleenschutzgemeinschaft (ASG), der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SdW) und der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße ausgerufen.

Seither wird an diesem Datum jährlich die „Allee des Jahres“ gekürt. Jeden Sommer findet ein Alleen-Fotowettbewerb statt, dessen Sieger im Herbst durch eine Jury bestimmt wird.

Allee des Jahres 2011

Allee des Jahres 2011; Quelle: Klaus Michalek -stadtwind

Zum "Tag der Allee" am 20. Oktober hat der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die "Allee des Jahres 2011" gekürt. Aus über zweihundertfünfzig Beiträgen des bundesweiten Fotowettbewerbes wählte die Jury eine Ahorn-Eschen-Allee in Kremmen, Landkreis Oberhavel, aus. Fotografiert wurde sie von Klaus Michalek-stadtwind, eingereicht vom Bürgerverein Linumhorst, der seit vielen Jahren die Allee in einer Patenschaft betreut. Die imposante Allee sei Mitte der 1920er Jahre angelegt worden und weise bis heute sehr wenige Lücken auf, was sie zu einem seltenen Naturgut mache, so die Jury in ihrer Begründung. Mit ihrem alten Baumbestand böte die Allee Lebensraum für viele Tierarten.

Alle Infos zum Wettbewerb sowie alle Beiträge finden sich unter www.allee-des-jahres.de.


 

Die Allee des Jahres 2010

Die "Allee des Jahres 2010" befindet sich in Solzow bei Vipperow (Mecklenburg-Vorpommern). Es handelt sich hierbei um eine Kastanienallee, die in den 1920er und 1930er Jahren gepflanzt wurde. Obwohl in den Nachkriegszeiten zur Brennholzgewinnung jeder zweite Baum gefällt wurde, blieb der Alleencharakter erhalten. Heute dienen die Bäume als Lebensraum für viele Tierarten, wie den Marder oder den Kauz. Außerdem bieten sie während der Blüte im Frühjahr einen wunderschönen Anblick und sind im Sommer hervorragende Schattenspender. Gefährdet sind die Kastanien vor allem durch die Miniermotte. Diese legt ihre Eier in den Blättern der Kastanie ab, was zu einem vorzeitigen Blattverlust führt.

Eingesendet wurde das Foto von Martina Pudert, die somit Gewinnerin des  Fotowettbewerbes 2010 ist.

 

Die Allee des Jahres 2009

"Allee des Jahres 2009"eine Birnbaumallee in Niedersachsen, Bohnenburg / Amt Neuhaus an der Elbe; Foto: Joachim Roemer

"Allee des Jahres 2009" war eine Birnbaumallee in Niedersachsen bei Bohnenburg/Amt Neuhaus an der Elbe.
Anlässlich des „Tages der Allee“ am 20. Oktober hat der BUND die „Allee des Jahres 2009“ gekürt. Aus über 250 Wettbewerbsbeiträgen eines bundesweiten Fotowettbewerbs wählte eine Jury eine Birnbaumallee bei Bohnenburg im Amt Neuhaus an der Elbe. Die niedersächsische Allee ist beispielhaft für die Bedeutung alter Obstbaumalleen in der Kulturlandschaft. Sie sind Lebensraum vieler, teils bedrohter Tierarten und bestehen zumeist aus alten und widerstandsfähigen Obstsorten. Die weiße Baumblüte im Frühjahr ist ein besonderes Landschaftserlebnis.
Gewinner des Fotowettbewerbs und damit Ideengeber für die Allee des Jahres 2009 ist Joachim Roemer aus Lüneburg, der das Foto der blühenden Birnenallee einsandte.

Allee des Jahres 2008

Allee des Jahres 2008; Quelle: BUND MV

2008 wurde am 20. Oktober erstmals der "Tag der Allee" und dazugehörig die "Allee des Jahres" ausgerufen. Gewonnen hatte die Rügener Allee entlang der Kreisstraße RÜG5 zwischen Silenz und Neuenkirchen. Die Allee zeichnet sich durch einen alten Bestand besonders schützenswerter Bäume aus. Rund tausend Bergahorn, Spitzahorn, Eschen und Linden, die meisten zwischen 80 und 100 Jahre alt, säumen die Kreisstraße. Seit dem Jahr 2000 kümmern sich Alleen-Paten mit großem Engagement um diese Allee.