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Alleen - Brandenburgs lebendiges Kulturerbe

Alleen sind einfach schön und sie sind ein unverwechselbares Markenzeichen für das Land. Etwa 10.000 Kilometer Alleen kann man in Brandenburg noch bestaunen – das sind die meisten Alleenkilometer in der Bundesrepublik!

 

Baum mit Herz, Foto: BUND
Weide im Oderbruch, Foto: Steffi Bartel
Stieleichenallee im Oderbruch, Foto: Steffi Bartel

Allerdings ist dieses Markenzeichen bedroht – die Alleebäume sind meist sehr alt, schädigenden Umwelteinflüssen sehr stark ausgesetzt und hinzu kommen oft auch falsche Schnitt- und Straßenbaumaßnahmen. Der BUND engagiert sich für den Schutz unserer Alleebäume und ihre sorgsame Pflege, damit wir sie noch lange genießen können. Und er setzt sich für verstärkte Nach- und Neupflanzungen ein, damit sich auch nachfolgende Generationen noch an den „Grün - Goldenen Tunneln“ Brandenburgs freuen können. Alleen gehören zu Brandenburg, sie sind für Einheimische ein identitätsstiftendes Merkmal und für Touristen ein auffälliges Markenzeichen. Dadurch bieten sie ein großes Potenzial auch für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Auf diesen Seiten finden Sie Informationen rund um das Thema Alleen und darüber, wie Sie aktiv zum Alleenschutz beitragen können.

Helfen Sie uns dabei, Brandenburgs Alleen zu schützen - werden Sie hier BUND
Alleen-Pate!

Der BUND hat mit anderen Verbänden die Volksiniative "Rettet Brandenburgs Alleen!" gestartet.

Hier können Sie die Unterschriftenliste herunterladen.

 

Die Forderungen der Volksinitiative lauten:

Die Landesregierung wird aufgefordert, die „Konzeption zur Entwicklung von Alleen an Bundes- und Landesstraßen in Brandenburg“ von 2007 außer Kraft zu setzen. Stattdessen sollen verbindliche Regelungen zum Schutz und zur Entwicklung von Alleen an Bundes- und Landesstraßen erlassen werden, die auf folgenden Grundsätzen aufbauen:

  • Nachpflanzungen von Alleebäumen, die aus Gründen der   Verkehrssicherheit gefällt werden, mindestens im Verhältnis 1:1

  • Nachpflanzung innerhalb eines Jahres nach der Fällung, um den jetzigen Alleebaumbestand ständig und dauerhaft mindestens auf dem jetzigen Niveau zu halten

  • Veröffentlichung jährlicher Statistiken der gefällten und gepflanzten Bäume und der Nachpflanzverpflichtungen

  • Bestmöglicher Schutz vorhandener Alleebäume vor Beeinträchtigungen.

 Begründung der Volksinitiative „Rettet Brandenburgs Alleen!“

Mit Beschluss vom 13.6.2006 hatte der Landtag festgestellt, dass Alleen ein Markenzeichen für das Land Brandenburg sind, die Erlebnisqualität der Landschaft steigern sowie ein Wirtschafts- und wertvolles Kulturgut darstellen. Der Landtag sprach sich für die Erhaltung der Alleen aus und forderte die Landesregierung auf, eine Alleenkonzeption für Bundes- und Landesstraßen vorzulegen.
Die daraufhin vom Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung (MIR) vorgelegte Konzeption wird dem Ziel des Alleenerhaltes nicht gerecht. Sie wird vielmehr absehbar zu einer schnellen Ausdünnung und zum großflächigen Verschwinden von Alleen führen. Wesentlicher Grund dafür ist die Aufgabe der zeitnahen Nachpflanzung von Alleebäumen im Verhältnis 1:1 zugunsten einer festen Nachpflanzzahl, die für viele Jahre viel niedriger liegen wird als die Zahl zu fällender Bäume. Nach eigenen Berechnungen des MIR wird dies bis 2025 zu einem Rückgang des Alleenbestandes um mindestens ein Drittel führen. Das anschließende, vom MIR prognostizierte Anwachsen des Alleenbestandes bis zum Erreichen des heutigen Bestandes etwa im Jahr 2060 würde nur eintreten, wenn weiterhin jährlich die heute festgelegte Pflanzzahl eingehalten wird. Das kann heute aber niemand garantieren oder auch nur wahrscheinlich machen. Große Teile der Alleen würden für viele Jahre, wahrscheinlich für immer aus der Landschaft verschwinden.
Das Brandenburgische Naturschutzgesetz schreibt in § 31 (2) eine Nachpflanzung von Alleebäumen „rechtzeitig und in ausreichendem Umfang“ vor. Zusätzlich ist in § 72 (2) vorgeschrieben, dass Nachpflanzungen von Alleebäumen angeordnet werden müssen, wenn es durch Fällungen zu einer Bestandsminderung kommt. Die mit der Alleenkonzeption des MIR vorgesehene Abkehr von einer 1:1-Nachpflanzung verstößt damit klar gegen das Naturschutzgesetz. Leider kann dies wegen fehlender Klagebefugnis nicht von einem Gericht gerügt werden. Deshalb wählen wir den Weg der Volksinitiative, um ein politisches Bekenntnis zum dauerhaften Erhalt der Alleen zu erhalten.
Ein wesentlicher Faktor für die Durchsetzung des Alleenschutzes ist die öffentliche Kontrolle. Diese war bisher nur eingeschränkt möglich. Zwar wurden die Zahlen gefällter und gepflanzter Alleebäume jährlich veröffentlicht, doch fehlte die Angabe der Soll-Zahl zu pflanzender Bäume (durch höhere Ausgleichsverpflichtungen bei Baumaßnahmen weicht diese deutlich vom Verhältnis 1:1 ab). Nur bei gleichzeitiger Bekanntgabe der Soll-Zahlen für Nachpflanzungen kann die Öffentlichkeit nachvollziehen, ob die Verpflichtungen erfüllt und die Ziele erreicht wurden.
Weiterhin sind Festlegungen erforderlich, die wirksamer als bisher schädigende Einflüsse auf Alleebäume wie Wurzelbeschädigungen, Tausalz und unfachgemäße Pflege minimieren sowie eine stärke Berücksichtigung des Baumschutzes bei Baumaßnahmen regeln.

Träger der Volksinitiative
NABU Brandenburg
BUND Brandenburg
NaturFreunde Brandenburg
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Brandenburg
GRÜNE LIGA Brandenburg
ROBIN WOOD
Verkehrsclub Deutschland Brandenburg



Das Alleenprojekt in Brandenburg wird unterstützt von der

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