Prominente Falter: Der "Schmetterling des Jahres"

Kleines Nachtpfauenauge; Quelle: BUND

Wer möchte schon die schönen, bunten Falter missen, die im Sommer so anmutig auf Blüten an Waldrand, Wiese und Garten zu entdecken sind? Doch die beliebten Insekten sind in Gefahr. Nur einem Fünftel der 190 einheimischen Tagfalterarten geht es noch richtig gut.

Viele Schmetterlinge sind hoch spezialisiert und reagieren sensibel auf kleinste Veränderungen ihres Lebensraumes. Der Schmetterling stellt in seinen Entwicklungsphasen (Ei-Puppe-Raupe-Falter) umfassende Anforderungen an seine Umwelt. Die Balz findet auf Baumwipfeln oder exponierten Felsen statt, die Eier werden dann auf bestimmten Pflanzenarten mit ganz speziellem Mikroklima abgelegt. Viele Raupen sind auf eine einzelne Pflanzenart für den Futtererwerb angewiesen, hingegen nutzen die erwachsenen Falter wieder andere Lebensräume zur Nahrungssuche. Schmetterlinge sind damit hervorragende Zeigerarten für Qualität und Vielfalt von Lebensräumen. Zu diesen zählen vielfältig strukturierte natürliche Auen, beweidete, felsdurchsetzte Magerrasen oder Übergangsbereiche zwischen Wald und Offenland. Doch genau diese nährstoffarmen, vielfältigen Lebensräume verschwinden und mit ihnen der Schmetterling.

Seit 2003 kürt die BUND NRW Naturschutzstiftung und der BUND regelmäßig einen "Schmetterling des Jahres": Sie möchten damit auf den bedrohlichen Rückgang der heimischen Schmetterlinge aufmerksam machen und für den Erhalt von Vielfalt und Artenreichtum in unseren Naturlandschaften kämpfen.

 

 



Suche